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Ein hektisches Frühstück

Es ist viertel vor sieben, der Wecker klingelt. Halbwegs gut ausgeschlafen suche ich noch schnell paar trockene Klamotten zusammen, die ich dann nach dem Tauchen anziehen kann und ziehe die Badehose gleich drunter. Ich muss mich auch ein bisschen beeilen, denn Frühstück fängt auch erst halb 8 an, da bleibt nicht mehr viel Zeit zum essen. 

Im Hauptrestaurant gibt es das Frühstück. Reichlich Auswahl, für eine Semmel und etwas Obst reicht die Zeit gerade so. Und Kaffee natürlich 😉. Von den Säften her bleibe ich jetzt aber bei Ananas. Ich hatte gestern Abend mal zwei andere probiert… Naja, meins waren die nicht 😅. Jetzt aber, auf zum Strand. Morgen kann ich noch immer ausgiebig das Frühstück genießen, heute muss ich rechtzeitig sein. 

Am Häuschen der Tauchschule angekommen fährt auch gerade ein Jeep vor. Der sammelt mich und noch einen Anderen ein. Der hat aber seine eigene Tauchausrüstung dabei, also definitiv kein Anfänger mehr 😅. Ich darf mir heraussuchen, ob ich innen oder draußen auf der Ladefläche mitfahren möchte – natürlich auf der Ladefläche, da sieht man ja auch mehr 😉. Und dann geht die Fahrt los, bis zum nächsten Hotel. Hier steigt noch ein Paar und ein einzelner Reisender ein. Die beiden nehmen innen Platz, der einzelne bei mir auf der Ladefläche.

Austausch unter Tauchern

Der Mann, der mit mir auf der Ladefläche sitzt, gibt mir den Tipp, für die Fahrt wegen dem Wind etwas über die Ohren zu stülpen. Er hatte da nämlich schon letztens Ohrenschmerzen. Guter Tipp 👍. Dann erzählen wir über meinen Tauchkurs, seine Tauchreisen, meine Backpacking Trips… und schon sind wir nach rund 20 Minuten auch da. Also an einem anderem Hotel, wo die Tauchschule scheinbar den Hauptsitz hat.

Hier wird jetzt aufgeteilt. Die beiden Kerle gehen zusammen tauchen, das Pärchen hat aber scheinbar Probleme. Was ich so mitbekomme von dem, was sie mit dem Tauchlehrer erzählen, mussten sie gestern einen Tauchgang abbrechen und fliegen morgen schon wieder. Dadurch können sie nur der Scuba Diver machen, nicht den Open Water Diver.

Dann bin ich dran. Ich gebe dem Tauchlehrer meine Unterlagen – also den Nachweis dass ich die Theorie schon absolviert habe. Er ist ganz verblüfft, „Everything finished in theory?“. Japp, klar. Er wirkt sichtlich erleichtert, dass er keinen Theorie Unterricht machen muss 😂. Aber ein kurzes Briefing bekomme ich noch. Was wir heute im Pool machen, was dann am Montag und Dienstag dran kommt. Und dass ich heute auch schon einen Freiwassertauchgang bekomme, weil die anderen beiden den brauchen. Da kann ich mich dann schon mal mit 12 Meter anfreunden meint er 😳😅. 

Es wird nass

Dann bekomme ich einen Neoprenanzug, erstmal einen zu kleinen, der zweite passt dann aber. Größe 8 muss es sein. Dann Schuhe, Maske, Flossen, BCD – so ne Weste die zum austarieren gedacht ist und mit Luft gefüllt werden kann – und die zweite Stufe fürs atmen – also das Schlauchzeugs an der Flasche. Und einen Gewicht-Gurt. Puh ist das Zeug schwer. 

Dann darf ich dem Tauchlehrer in das Hotel folgen, es geht zum Pool. Er Holt noch eine Wasserflasche und ich werde von den Hotelgästen extrem seltsam angeschaut 😅. Und dann zeigt er mir nach und nach wie ich die Flasche an dem BCD befestigen muss, wie die zweite Stufe zum Atmen an der Flasche angeschlossen wird und dann  geht’s ins 1,5 Meter tiefe Wasser. Ein paar Übungen machen.

Erstmal Atmen unter Wasser. Ok, das ist jetzt nicht das Problem, kenn ich vom schnorcheln und ist deswegen für mich nicht so ungewohnt. Dann Maske leicht mit Wasser füllen und ausblasen – Pfui, der Pool ist ja Salzwasser 🙈. Dann Atemregler wieder finden und dann schwimmen. Noch ein paar Übungen kommen dran und dann geht es raus aus dem Pool, zurück zur Tauchstation.  Die anderen beiden sind auch wieder da und ziehen sich gerade um, jetzt wird’s wohl ins Meer gehen. Ich bin sooo gespannt 😁.

Abtauchen 

Und tatsächlich, die Ausrüstung wird zum Boot geschafft, wir alle hinterher und dann heißt es warten. Warten eine gute Welle sodass das Boot passend ins Wasser geschoben werden kann und wir raus fahren können. Und schwupps sind wir im Wasser und steuern gegen die hohen Wellen an.

So 200 Meter weit draußen, vielleicht auch ein bisschen weiter halten wir. Der Tauchlehrer macht das Boot an einer kleinen, unscheinbaren Boje fest und wir sollen uns fertig machen. Er gibt noch kurz ein paar Instruktionen, was die anderen beiden machen müssen und dass ich nur zum schnuppern mittauchen werde. Dann geht’s los, Brille ausspülen, Flossen anziehen, BCD mit Flasche aufsetzen und dann vom Boot rückwärts ins Wasser plumsen. 

An der Bootsleine hangeln wir uns bis zur Grundlinie, an der das Boot ja jetzt festgemacht ist. An der sollen wir auch langsam nach unten tauchen. Da ich mit dem absinken noch ein bisschen Probleme habe – die beiden auch – hangeln wir uns alle langsam die Leine hinab in die Tiefe. Der Druckausgleich in den Ohren, davor hatte ich am meisten Angst, den nicht hin zu bekommen. Der klappt super, ganz ohne Probleme.

Fischchen beobachten 🙂

Unten angekommen tauchen wir ein wenig umher, die beiden müssen Übungen machen. Sie hat scheinbar Probleme mit dem Druckausgleich. Dann heißt’s Fische beobachten. Drückerfische, einen Rochen, kleine Sergeant Majors… eine Herrliche Welt hier unten 😍. Mein einziges Problem: beim einatmen schwebe ich ungefähr 3 Meter nach oben und beim ausatmen wieder nach unten… ich muss flacher atmen, viel flacher.

Nach einiger Zeit, keine Ahnung wie lange das jetzt war, geht es zurück zur Leine. Dann wieder nach oben. Knappe 5 Meter bevor wir oben sind dann ein Sicherheitsstopp von 3 Minuten. Und dann darf ich ganz hoch während die beiden nochmal eine Übung machen müssen. Derweil kann ich die gewichte ablegen und dem Bootsfahrten geben, das BCD ausziehen und ins Boot robben 😅

Dann kommen die beiden auch nach. Ihr hat der Tauchgang sichtlich nicht gut getan. Vermutlich war das bei ihr gestern dann auch schon das Problem gewesen 🤷‍♂️. Nun geht es aber auch schon zurück zum Strand. Der Bootsfahrten wartet eine große Welle ab und dann mit Schwung ab ans Land. 

Nun ausziehen, Ausrüstung mit Süßwasser abspülen und dann umziehen. Derweil treffen die anderen beiden Kerle auch wieder ein. Der Tauchlehrer sagt mir noch, dass es am Montag zur selben Zeit bei mir am Hotel wieder mit dem Jeep los geht und wir fahren retour.

Zurück am Hotel

Im Hotel angekommen, quatschen ich noch mit dem zweiten Kerl ein bisschen. Der braucht nur noch seine Praxis, dann hat er den Tauchlehrerschein. Auch cool 🙂. Dann erstmal ins Zimmer, die nassen Sachen kurz aufhängen und weiter zum Mittagessen. Ich hab gerade soooo Hunger. Heute passiert nicht mehr viel, Strand, Baden und sonnen. Und Abendessen 😅.

Im Zimmer fällt mir dann noch ein Zettel vom Hotel in die Hände mit den verschiedenen Restaurants. Aha, es gibt ein Asiatische, ein Afrikanisches und ein Kapverdisches Restaurant. Also Asiatisch esse ich lieber in Asien und das Afrikanische hat aktuell geschlossen. Aber das Kapverdische klingt gut. Da fragte ich mal an der Rezeption nach. Also vor dem Essern schnell dort mal hin. 

An der Rezeption dann erzählt mir der Mann am Empfang, dass das auch online gebucht werden. Ich brauche einfach nur die App und kann dann alles darin buchen. Ok, also App laden. Gut dass ich da letztens erst wieder etwas Platz auf dem Telefon geschaffen habe 😅. 

Ums Essen kümmern

Beim Mittagessen schaue ich dann nebenbei wegen der Reservierungsmöglichkeit für das Abendessen morgen. Die App ist echt nicht so simpel gestaltet, wie ich es erwartet hätte. Also sie ist echt umständlich. Aber ich finde tatsächlich den Punkt unter dem ich einen Platz beim Essen reservieren kann – buchen. Nun aber – Essen, Strand.

Abends versuche ich dann für Sonntag noch zu schauen, was ich tun kann… leider ist das so eine Sache mit dem quad mieten. Es gibt einen Anbieter, da kann ich aber keine kontaktieren finden dass ich den rechtzeitig erreiche… also mal nach Touren schauen. Nach einer Stunde gebe ich auf. Morgen laufe ich einfach den Strand entlang bis zu [großer Strand nahe des hotels]. Am Mittwoch mache ich dann eine Tour in den Norden der Insel. Das konnte ich wenigstens schon buchen. Oder vielmehr – anfragen 😅

Was ich beim sitzen auf dem Balkon aber noch gerade sehe: ich muss unbedingt eine Nacht-Zeitraffer-Aufnahme machen. Der Himmel schaut so schön aus bei Nacht 😍. Und da ich morgen früh ja mehr Zeit habe, kann ich die erste ja heute schon mal angehen 😉. Dann ist aber auch Schlafenszeit.

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Boa Vista • Der Tauchkurs kann beginnen – Reisebericht 2022

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