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Die Halbinsel Formentor

Die Halbinsel Formentor ist die nördlichste Halbinsel Mallorcas. Neben einigen Stränden und Buchten, die zum Baden einladen, gibt es hier auch viel zu sehen und es ist ein recht gutes Wandergebiet. Wandern waren wir zwar nicht, aber dafür kann ich euch ein bisschen was zu den Sehenswürdigkeiten und Aussichtspunkten hier an Infos geben 😉. 

Mirador es Colomer

Wollt ihr mal einen wirklich atemraubenden Ausblick genießen? Dann seid ihr hier richtig. Mirador es Colomer ist ein Panorama Aussichtspunkt an der Steilküste im Nord-Osten Mallorcas am Beginn der Halbinsel Formentor. Und ich kann euch diesen Punkt auf der Karte nur empfehlen. 

Was gibt es denn hier zu sehen?

Ist halt ein Aussichtspunkt, oder? Ja, aber… Es ist meiner Meinung nach der schönste Aussichtspunkt hier auf der Insel gewesen. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich nicht mir so vielen Bergen gerechnet hatte, wer weiß 🤷‍♂️.

Der Aussichtspunkt hat den Namen durch die gut 2 Kilometer weiter östlich liegende Felsformation El Colomer erhalten, die 50 Meter vor der Küste liegt und über 100 Meter aus dem Wasser ragt. Aber die gesamte Aussicht auf die Steilküste hier hat mich umgehauen 😍. So wunderschön und irgendwie unwirklich für eine recht kleine Insel wie Mallorca.

Richtung Osten schaut man eben auf den Felsen El Colomer und die Küste der Halbinsel Formentor. Nach Westen hat man einen tollen Blick auf die ersten Berge des Serra de Tramuntana – dem Gebirge hier auf der Insel. Und wenn ihr Richtung Süden schaut, dann seht ihr noch einen Berg mit einem Turm oben drauf, dem Albercutx Wachturm. Dazu aber im nächsten Abschnitt 😉.

Der Weg vom Parkplatz zum eigentlichen Aussichtspunkt schlängelt sich auf dem Kamm des Berges stetig bergauf bis man dann ganz am Ende an zwei Aussichtsplattformen ankommt. Und auch schon auf dem Weg bin ich mit dem Fotografieren nicht mehr fertig geworden. Es lohnt sich definitiv 😉.

Wie kommt man hier her?

Es führt von Port Pollença aus eine Straße auf die Halbinsel Formentor, die MA-2210. Diese geht sogar bis ganz raus zum Cap Formentor, wo ihr einen Leuchtturm findet. Dazu aber später mehr 😉.

Sobald ihr aus Port Pollença heraus der Straße folgt, geht es ein paar Serpentinen hoch. Und sobald ihr oben auf der Kuppe angekommen seid, seht ihr schon den Parkplatz links und rechts. Der ist übrigens kostenlos, aber auch ganz gut gefüllt. Nur als kleine Vorwarnung 😅.

Vom Parkplatz aus lauft ihr an einem kleinen Kiosk vorbei und dann seid ihr auch schon direkt auf dem Weg zum Aussichtspunkt.

Albercutx Wachturm

Ach, ein schnöder Turm könnte man denken, nicht? Aber ich möchte euch vom Gegenteil überzeugen 😉. Wenn ihr sowieso gerade beim Mirador es Colomer seid, dann macht diesen kleinen Abstecher hier hoch noch, es lohnt sich 😉.

Und ja, es macht einen Wahnsinnigen Unterschied zwischen den beiden Aussichtspunkten, die nur rund 500 Meter Luftlinie auseinander liegen. Denn der Turm liegt höher und man kann weiter in das Gebirge Serra de Tramuntana blicken und weiter in den Süden. Es geht also weniger um den Turm – auf den man übrigens mit etwas Mut auch hoch kann – es ist einfach das ganze Gebiet hier, das diesen Aussichtspunkt wirklich lohnenswert macht. 

Der Turm selbst

Der Turm ist einer von vielen alten Wach- und Wehrtürmen, die es hier auf der Insel mal gegeben hat. Ursprünglich dienten sie zum Schutz der Bevölkerung und zur Abwehr von Piraten. Mittlerweile sind die meisten aber nur noch Ruinen, die auf eine unwirkliche Weise irgendwie in die Umgebung passen.

Dieser hier ist aber im Vergleich zu den meisten anderen noch richtig gut erhalten. Und er liegt 380 Meter über dem Meeresspiegel und bietet als höchster Punkt in der Umgebung einen atemberaubenden 360 Grad Blick, wenn man sich ganz hoch traut. 

Ja, man kann auf den Turm hoch klettern. Allerdings ist das vielleicht nicht für jeden etwas. Es geht nämlich nicht über normale Stufen hoch, sondern die „Leiter“ besteht aus Eisenbügeln, die außen in die Wand eingelassen sind. Nur in ca. 5 Meter Höhe hat man dann rechts und links neben dem Einstiegsloch noch mal eine weitere Möglichkeit zum Festhalten.

Übrigens, der Weg hoch ist leicht. Runter ist gerade beim herausklettern dann aber Vorsicht geboten. Nicht dass ihr ins leere tretet. Also passt bitte auf euch auf 🙂.

Die Umgebung

Bei richtig gutem Wetter hat man von hier oben aus einen richtig guten Blick in alle Richtungen. So kann man die Berge hinter Port de Pollença echt gut sehen, auf der anderen Seite dann Cap de Formentor. Und wenn man in den Süden blickt, dann sieht man nicht nur die Halbinsel bei Alcúdia, sondern auch die gesamte Bucht dahinter bis runter nach Colònia de Sant Pere. 

Anfahrt und Parken

olltet ihr schon bei dem Aussichtspunkt Mirador es Colomer gewesen sein, dann seht ihr auf der anderen Straßenseite eine schmale Straße, die sich den Berg hinauf schlängelt. Genau die müsst ihr hoch fahren. Oder wandern, wenn euch danach ist 😉.

Ansonsten ist es genau die gleiche Anfahrt wie der Aussichtspunkt Mirador es Colomer. Von Port de Pollença aus der MA-2210 auf die Halbinsel Formentor hinaus folgen und bei dem großen Parkplatz dann rechts halten. 

Man kann die Straße problemlos hoch fahren. Dabei kommt man dann an eine – nennen wir es mal kleine Kreuzung. Von hier aus geht eine noch schmälere Straße weiter, wo allerdings die Randbegrenzung fehlt. Auch die dürft ihr noch weiter fahren, denn am Ende der Straße ist ein kleiner Parkplatz für 4 bis 5 Autos. Ihr könnt aber auch bei der Kreuzung anhalten und gar hoch laufen, das ist nicht weit. Ihr solltet nur nicht die Zufahrt, also den Weg der hier weg geht, versperren.

Allgemein sind hier aber wenige Autos hoch gefahren und nicht viele Leute da gewesen. Vielleicht liegt das daran, dass die Straße nicht so wirklich gut aussieht. Oder aber weil sie dachten, ein Aussichtspunkt reicht 😅.

Bester Zeitpunkt

Eine kleine Anmerkung habe ich noch. Wir waren zwei mal da, einmal Abends und einmal morgens. Und beides hat etwas. Abends war es wirklich schön weil die Sonne sich langsam hinter den Bergen von Serra de Tramuntana versteckt hat, morgens weil vom Meer aus jede Menge Nebel die Berge auf der Halbinsel Formentor hinauf geklettert und dann zergangen ist.  

Ich persönlich würde aber die Abendstunden empfehlen, weil einfach nochmal weniger Leute da sind. Die meisten müssen schon wegen dem Abendessen zurück ins Hotel und dadurch hat man dann seine Ruhe 😉.

Platja de Formentor

Auch für Abkühlung ist gesorgt. Ihr braucht einfach nur der MA-2210 weiter raus auf die Halbinsel zu folgen. Dabei fahrt ihr dann ein paar Serpentinen hinab und kommt direkt auf einen großen Parkplatz zu. Ihr könnt hier schon parken, aber wenn ihr gerade aus fahrt, dann kommt ihr zu zwei näher am Strand gelegenen Parkplätzen. Nur als Tipp

Es ist ein relativ langer Strand mit viel Sand und stellenweise einigen Steinen. Nur wenige Meter hinter dem Wasser stehen dann auch schon die ersten Pinien als Schattenspender. Eigentlich perfekt. Dadurch kann esaber sein, dass ihr mal ein Stück weiter laufen müsst bis ihr einen schönen Liegeplatz gefunden habt, weil der Strand eben nicht so breit ist.

Es gibt in der Nähe des ersten Parkplatzes auch eine Beach-Bar, falls euch das Wasser ausgeht oder ihr einen Snack wollt. 

Wir waren aber leider nicht hier, da es schon abends war und da das Wasser dann für uns echt zu kalt gewesen wäre 😅. Aber Erwähnen wollte ich den Strand dennoch, da man ihr vom Albercutx Turm aus sieht und der echt schön ausschaut.

Spanien - Mallorca - Platja de Formentor

Cala Fiuguera

Bei dem Parkplatz, wo ihr zu dem Platja de Formentor gelangt, endet die Straße MA-2210. Aber es geht noch weiter hinaus auf die Halbinsel. Ihr müsst euch bei dem Parkplatz nur links halten und der Straße folgen. Dabei fahrt ihr dann durch einen schönen Pinienwald und dann geht es langsam auch schon wieder bergauf. 

Genau hier ist die Cala Figuera – eine Bucht mit richtig hellblauem Wasser. Wir haben hier nur an einem Aussichtspunkt etwas weiter oben an der Straße gehalten, aber die sah einfach sooo toll aus. Seht einfach selbst 😍.

Aussichtspunkt Cap Formentor

Wenn ihr weiter die Straße hinaus fahrt, dann kommt ihr als nächstes zum Aussichtspunkt. Von hier aus habt ihr einen wirklich schönen Blick auf Cap Formentor mit dem Leuchtturm. Der steht nämlich weit draußen auf der Klippe in einigen hundert Metern Höhe. Und genau dieser Anblick ist so beeindruckend 😍.

Der Leuchtturm von Formentor

Wieder ein mal muss ich sagen: „Gleich vorweg, wir waren nicht hier.“ Aber dieses Mal lag das nicht an uns oder daran, dass wir keine Zeit gehabt hätten. Nein, die Straße war ab dem Aussichtspunkt schlicht gesperrt 🙈. Deswegen kann ich euch an dieser Stelle leider auch nur noch ein Bild aus der Ferne zeigen. 

Spanien - Mallorca - Leuchtturm Cap Formentor

Wenn ihr glück habt und die Straße wieder frei ist, dann solltet ihr definitiv mal hier her schauen. Nicht nur, dass der Leuchtturm schön aussieht, es ist auch der nördlichste Punkt von ganz Mallorca. Wollt ihr noch ein paar weitere Infos zum Leuchtturm? Gerne 😁.

Der Leuchtturm verrichtet seit 1863 seinen Dienst. In diesem Jahr wurden mehrere Leuchttürme auf der gesamten Insel in Betrieb genommen, allerdings war und ist dieser Leuchtturm der höchstgelegene auf Mallorca. Er befindet sich nämlich etwas mehr als 200 Meter über dem Meeresspiegel. 

Pollenca

Pollenca ist eine Gemeinde und befindet sich ganz oben im Nord-Osten von Mallorca. Es grenzt an die Halbinsel Formentor, Daher lohnt sich vielleicht der Abstecher hier her 😉. Ich will euch eigentlich auch nur etwas von der Stadt Pollenca erzählen, bzw von dem was es da zu sehen gibt.

Zuerst aber mal, parken?

Parken ist hier so eine Sache. In der Stadt eher eine Katastrophe. Wir sind einmal komplett durch den Ort gefahren und der bietet einige enge Straßen und Kurven. Daher bietet sich das Parken außerhalb an. Aber das ist nicht so schlimm wie es klingt 😉.

Direkt an der MA-10 gibt es vor den Toren Pollencas den öffentlichen Parkplatz Aparcamiento gratuito. Hier könnt ihr kostenlos parken, nur leider gibt es fast keinen Schatten. Und dann seid ihr nämlich auch schon bei der ersten Sehenswürdigkeit 😅.

Römische Brücke

Ja, wenn ihr vom Parkplatz aus in die Stadt laufen wollt, dann führt euch der direkte Weg über diese Brücke. Und die ist ein schönes Fotomotiv. In seltenen Fällen führt der Fluss darunter auch mal Wasser. Aber da muss es schon geregnet haben, dass das passiert. 

Spanien - Mallorca - Pollenca - Römische Brücke

An sich ist die Brücke besonders, da sie schon so alt ist. Ich meine mich auch zu erinnern, dass da ein Infoschild stand. Aber leider habe ich mir da keine Notizen gemacht – sorry 🙈.

Kalvarienberg

Es gibt hier aber noch mehr zu sehen, so zum Beispiel den Kalvarienberg, beziehungsweise das, was oben seht – eine Kapelle. Aber allein schon der Weg ist herrlich. Je nach dem, wo ihr natürlich entlang lauft.

Wir sind von der römischen Brücke aus die Straße hoch gelaufen. Da ist der Ausblick herrlich gewesen. Runter sind wir dann die Treppe Carrer del Calvari mit ihren 365 Stufen. Das war aber ehrlich gesagt auch der schönere Abstieg 😉.

Aber halt, zwischen hoch und runter laufen war noch was… Ach ja, die Kapelle 😅. Eglesia del Calvari heißt die und steht ganz oben. Allein der Blick von den letzten Stufen bevor man oben ankommt ist es Wert, versprochen 😉.

Erbaut wurde die Kappel um 1650, aber so genau ist das nicht überliefert. Was man allerdings weiß, der Innenraum wurde um 1950 herum überarbeitet. Aber das interessiert euch vermutlich auch gar nicht mal so sehr 😅.

Weitere Sehenswürdigkeiten in und um Pollenca

Der Vollständigkeit halber möchte ich euch noch weitere Sehenswürdigkeiten als Tipp mitgeben, auch wenn wir selbst nicht da waren.

Pfarrkirche Santa Maria dels Àngels

Erbaut zwischen 1714 und 1790 und begründet durch einen Tempelorden wird diese Kirche inmitten von Pollenca heute auch noch umgangssprachlich als Tempel bezeichnet. Mit dem aufwendig gestaltetem Altar ist sie sicher einen Abstecher Wert.

Convent de Santo Domingo 

Entstanden im 16. und 17. Jahrhundert ist das heutige Kloster, das sich im Süden des Ortes befindet, heute ein Teil des Museums hier. Oder umgedreht? Na, das Museum ist zum Teil mit in den Räumlichkeiten. So ist es richtig 😅.

Ermita de Nostra Senyora del Puig

Dieses Kloster auf dem 330 Meter hohem Berg Puig de Maria liegt südöstlich von Pollenca und ist über die MA-2220 zu erreichen. Neben dem Kloster findet ihr hier auch einen alten Wehrturm, der mit zum Komplex gehört.

Castell del Rei

Wieder mal ein paar Ruinen? Dann ist das Castell del Rei vielleicht was für euch. Festungsruinen und teilweise eingestürzte Mauern Thronen oben auf einem Felsen mitten in der Landschaft. Das Castell befindet sich nördlich von Pollenca nahe der Küste.

Nekropole von Cala Sant Vicenç

Höhlen, direkt neben der Straße. Genauer gesagt wurden von 13 Höhlen berichtet, die 1600 bis 1200 v. Ch. Künstlich angelegt wurden. Wenn ich das eher gewusst hätte, hätte ich definitiv angehalten 🙈.

Na Flamarades

Hier gibt es einen mehrere Jahrhunderte alten Olivenbaum zu bestaunen. Dieser befindet sich auf dem Gelände des Hotels Son Brull.

Entlang der MA-10

Nachdem ich bei der Beschreibung, wie man nach Sóller gelangt schon kurz gespoilert habe, hier nun etwas Ausführlicher was es entlang der MA-10 zu sehen gibt und wieso es sich lohnt, diese Strecke zu fahren. Klar, ist Subjektiv, aber vielleicht inspirieren euch ja die paar Bilder die ich gemacht habe 😉.

Zuerst ein Mal, wo startet die MA-10 und wohin geht die Straße genau. Denn wenn ihr diese Strecke fahren wollt, ist das für eure weitere Planung vermutlich relevant, da sich die Fahrt und die Abstecher rechts und links der Straße schon etwas hinziehen können.

Die MA-10 beginnt eigentlich in Andrax und endet in Pollenca, oder umgedreht – je nach Sichtweise. Dabei führt sie immer so nah wie möglich an der Küste entlang und schlängelt sich so Berg auf und Berg ab. Deswegen ist hier auch das vorankommen eher gemütlich, da einen entweder die Kurven ausbremsen oder Radfahrer – oder das Auto infolge mangelnder Leistung wenn es Berg auf geht, so wie es bei uns war 😅.

Wir sind von Pollenca aus gestartet und bis nach Sóller gefahren, also sind auch die sehenswerten Punkte in der Richtung beschrieben. Ach und noch etwas, bevor ich es vergesse: Haltebuchten sind hier rar. Also leider ist spontanes anhalten nicht so leicht, was an vielen Stellen echt schade ist.

Mirador de s’Entreforc

Einer der ersten Punkte, an denen wir aktiv angehalten haben um auszusteigen und die Landschaft zu genießen. Aber nach den vielen Serpentinen und Kurven war das auch nötig. Aber zum Anhalten bewegt hat uns eigentlich der Ausblick hier, denn der ist grandios 😍. Nie im leben hätte ich auf Mallorca mit solchen Bergketten gerechnet.

An diesem Haltepunkt gibt es übrigens auch einen kleinen Kisok, falls euch das Wasser ausgehen sollte oder ihr kein Doggybag dabei habt und euch der Hunger überkommt. Anhalten hier lohnt sich, allein um eine kleine Pause vom Fahren einzulegen.

Kreuzung MA-2140

Wenn ihr der MA-10 weiter folgt, dann kommt ihr als nächstes zu einer Kreuzung. Von hier weg geht die MA-2140. Aber schon kurz vor der Kreuzung fahrt ihr durch einen großen Steinbogen eines riesigen Viaduktes. Einen speziellen Namen habe ich nicht gefunden, vielleicht weiß da einer von euch mehr. Aber nichts desto trotz ist dieses Bauwerk riesig und mitten im nirgendwo. Es war vermutlich mal eine alte Brücke, aber der Weg, der darüber führt, endet auf beiden Seiten im Wald.

Spanien - Mallorca - MA10 - Viadukt Kreuzung MA-2140

Halten könnt ihr direkt hinter dem Viadukt auf der rechten Seite, dort findet ihr auch ein Cafe und einen Kiosk, sollte euch erneut der Hunger plagen 😅.

Nus de Sa Corbata

Erstmal, das ist eine Brücke. Um hier her zu kommen müsst ihr aber die MA-10 an der Kreuzung MA-2140 verlassen und genau der MA-2140 folgen.

Die Besonderheit hier, man fährt erst drüber und dann macht die Straße eine 270 Grad Kurve nach rechts und man fährt unten drunter durch. Aber dieses massive Bauwerk lohnt sich, denn hinter der Brücke ist der Ausblick ins Tal einfach der Hammer.

Und natürlich ist auch hier wieder ein Kiosk und parken könnt ihr direkt beim Kiosk, oder in der Mitte der Kurve auf dem Schotter. Passt aber beim laufen durch die Brücke auf, denn die Autos sind nicht gerade langsam und kommen um eine Kurve, sie sehen euch also eventuell nicht gleich.

Mirador de Sa Calobra

Wenn ihr der MA-2140 weiter folgt, geht es weit hinab ins Tal. Dabei kommt ihr an der nächsten Haltebucht vorbei. Zum einen hat man hier einen richtig schönen Blick auf das Tal und die Bucht, zum anderen auf den natürlichen Tunnel bestehend aus zwei riesigen Felsen, durch den die Straße weiter führt.

Spanien - Mallorca - MA10 - Mirador de sa Calobra

Torrent de Pareis/Sa Calobra

Wenn ihr euch nun an der nächsten Kreuzung rechts haltet, dann kommt ihr zu einem eigentlich echt coolen Strand – dem Torrent de Pareis. Aber auch nur eigentlich, denn viele Touris wollen genau hier her. Und das sogar so sehr, das Reiseveranstalter die Touristen mit Bussen hier her karren. Uns kamen allein auf dem Weg hier herunter schon mehr als 5 Busse entgegen. 

Dann ist auch noch ein riesiger kostenpflichtiger Parkplatz, der ebenfalls extrem gut gefüllt war plus die ganzen Radfahrer, die man nicht mehr gesehen hat. Und damit war für uns hier umkehren angesagt. Vielleicht erwischt ihr eine bessere Zeit oder einen ruhigeren Tag, ich würde es euch echt wünschen.

Cala Tuent

Wenn ihr wieder zurück fahrt und an der Kreuzung, wo ihr vorhin nach rechts gefahren seid, jetzt wieder rechts fahrt, dann seid ihr wieder auf der MA-2140. Und diese führt euch zu einem wirklich schönen Strand und gleichnamigen Örtchen – Cala Tuent. Wir haben das leider ausgelassen, da wir von den übertrieben Touristen Mengen überwältigt waren und ehrlich gesagt keine Lust mehr hatte, wieder so enttäuscht zu werden. 

Aber zumindest ein paar hundert Meter die Straße entlang kommt man zu einem schönen Aussichtspunkt, von dem aus man auf die Cala Tuent einen unglaublichen Blick hat.

Gorg Blau

Wieder zurück auf der MA-10 kommt ihr bald durch einen kurzen Tunnel. Direkt dahinter befindet sich einer der Trinkwasser-Stauseen Mallorcas, der Gorg Blau. Und der ist riesig, leider aber aufgrund der Trockenheit meistens nicht ganz gefüllt. Außerdem kommt noch der natürliche Wasserverlust des Sees dazu, der aber zuletzt von 9% auf 5% reduziert werden konnte.

Wenn ihr hier Richtung Westen auf den großen Berg schaut, dann seht ihr übrigens den höchsten Berg Mallorcas mit 1445 Metern, den Puig Major. 

Etwas weiter die MA-10 entlang kommt ihr dann an einem etwas kleinerem Stausee vorbei, dem Cúber. Es besteht eine Verbindung zwischen den beiden Seen, wobei um den Cúber ein schönes Wandergebiet beginnt.

Allgemein

Es gibt natürlich noch viel mehr zu sehen, aber leider kann man nicht immer so leicht irgendwo anhalten. Außerdem waren wir zuvor noch in Pollenca, weswegen wir etwas später dran waren als gedacht. Aber wenn ich oder wir nochmal nach Mallorca kommen, dann möchte ich diese Straße nochmal fahren, und dann nicht nur bis Sóller, sondern bis zum Ende 😉.

Soller

Das ist wieder eine Gemeinde und Ort zugleich. Sóller liegt im Norden der Insel inmitten der Berge und ist traumhaft schön. Es gibt hier einiges zu entdecken, aber das wird leider auch überall empfohlen und durch die Nähe zu Palma ist natürlich einiges los. Also kommt nicht zu spät und lasst euch nicht von den Menschenmengen unterkriegen. 

Far de Cap Gros

Ein Leuchtturm bei Port de Sóller ganz draußen an der Küste. Man kann bis hin fahren und den blick auf die Stadt Port de Sóller genießen. Aber in den Leuchtturm selbst kommt man nicht rein, so wie ich das gelesen habe. Ich kann mich aber auch täuschen.

Torre Picada

Auf der anderen Seite der Bucht von Port de Sóller liegt der alte Wehrturm Torre Picada. Ein gut erhaltener Wehrturm, de begehbar ist. Im Gegensatz zu Albercutx kommt man hier auch deutlich leichter hoch, da eine Treppe anstatt Eisentritte hinauf führen. Auch hier, der Blick auf die Stadt ist der Wahnsinn, und noch besser der auf die Küste 😉.

Die Stadt Sóller

Nun zum eigentlichen Highlight hier, der Stadt Sóller selbst. Was macht diese Stadt so besonders? Naja, das Gesamtbild würde ich sagen. Die schmalen Gassen mit den alten Häusern, wo wirklich viele Balkone vor bunten Blumen überquellen und der Marktplatz, an dem die Straßenbahn vorbei fährt und die Straßenbahn selbst natürlich auch. Ach, und die alte Kirche Sant Bartomeu de Sóller, die von außen Richtig schön aussieht.

Leider kostet die Kirche Eintritt und leider war sie schon zu als wir da waren. Wir wurden schlicht nicht mehr rein gelassen 🙈. Da hat wohl die Fahrt durch die Berge schon zu lange gedauert 😅. Aber vielleicht habt ihr mehr Glück.

Neben der Kirche findet ihr die Banko de Sóller, ein Bankgebäude das ebenso schön gestaltet ist wie die Kirche. Beides befindet sich direkt im Zentrum am Markt, also kann man nicht mal sagen es würde sich nicht lohnen, das gleich mit anzusehen 😉.

Eine Schau ist auch die Straßenbahn – der Rote Blitz. Diese gehört zum Betreiber Ferrocarril de Sóller und verkehrt zwischen Port de Sóller und Sóller selbst. Eröffnetwurde die Strecke gleichzeitig mit der Fernbahn nach Palma im Jahr 1912. Und die Wägen sind noch zum Teil noch die Originalen aus der damaligen Zeit. Erkennen könnt ihr diese an den Nummern 1 – 3. Die mit höheren Nummern sind Triebwägen aus Lissabon und wurden angepasst an die Verhältnisse hier. Leider ist es mir nicht gelungen, von der Tram ein Bild zu machen 🙈.

Dann gibt es auch noch eine Markthalle, die von Montag bis Samstag jeweils von 9 Uhr bis 13 Uhr offen hat. Klar, dafür waren wir so oder so zu spät dran. Aber vielleicht habt ihr mehr glück 🤞.

Wie kommt man hier her?

Von Palma aus könnt ihr direkt die MA-11 fahren. Die führt euch bis in den Ort Sóller selbst. Ihr könnt auch mit dem Zug aus Palma anreisen, was es natürlich für einen Tagesausflug sehr einfach macht 😉.

Wenn ihr vom Osten aus startet, dann solltet ihr die MA-10 fahren, wenn ihr genug Zeit habt. Diese Straße führt durch die Berge und bietet wunderschöne Ausblicke. Aber darauf komme ich noch 😉.

Parken in der Stadt Sóller

Naja, das ist nicht ganz so einfach. Hier gibt es ein paar öffentliche, aber kostenpflichtige Parkplätze. Aber das Problem ist die Menge an Touristen. Wenn ein Parkplatz frei wird, dann stehen schon drei Autos da und warten auf den Parkplatz 🙈. Ihr braucht also etwas Geduld.

Die Halbinsel Victoria

Die zweite Halbinsel – La Victoria – liegt ebensfalls im Osten Mallorcas unterhalb von Formentor. Auch hier gibt es einiges zu entdecken und zu sehen. Vor allem aber kann man hier richtig gut wandern ,zumal die Straße raus auf die Halbinsel nach einer Weile gesperrt ist. Die letzten gut zwei Kilometer muss man so oder so zu Fuß gehen 😅.

Wir haben uns hier nach unserem Besuch in Alcúdia einen kurzen Abstecher her gemacht und das erste Mal auf dem Trip ein Bad im Mittelmeer genommen. Da es allerdings noch Mai war, war das Wasser mit vielleicht 19 Grad auch noch recht frisch 🙈.

Vor Ort wussten wir garnicht so recht, was es hier alles zu entdecken gibt. Das wurde uns erst am letzten Tag gesagt und nachdem ich genauer recherchiert habe, kann ich euch zumindest da ein paar Infos dazu geben. 

Wie kommt man denn überhaupt auf die Halbinsel?

Fahrt von Alcúdia aus Richtung Cielo de Bonaire. Dort müsst ihr euch am Hafen orientieren, denn wenn ihr am Hafen seid, dann seid ihr auch schon auf der richtigen Straße, der Camí Vell de la Victòria. Diese Straße führt gerade wegs raus aus dem Örtchen und dann entlang der Küste auf die Halbinsel Victoria raus. Dabei schlängelt sie sich um die Felsen und ist wirklich wunderschön. Aber auch sehr schmal, also fahrt Vorsichtig 😉. Lasst euch auch nicht von dem Sackgassen-Schild aufhalten, man kann und darf bequem weiter fahren.

Acceso Baño

Hier werdet ihr zuerst vorbei kommen. Erkennen könnt ihr die Stelle an einer kleinen Brücke, vor der sich ein Viehgitter in der Straße befindet – ihr kennt die bestimmt, diese Eisenstäbe mit Abstand dazwischen, dass ich die Tiere nicht aus einem Bereich heraus bewegen. Parken könnt ihr direkt vor der Brücke rechts drin, aber auch hinter der Brücke gibt es nochmal eine Parkmöglichkeit auf der rechten Seite.

Zu aller erst ist mir hier die Aussicht auf Formentor aufgefallen. Wenn man raus auf die Felsen geht, dann ist die echt atemberaubend. Dann gibt es hier unter der Brücke einen kleinen mini-Strand. Da lag sogar wer, als wir da waren. 

Aber noch besser ist eigentlich Acceso Baño selbst. Dazu müsst ihr euch links der Bucht halten und raus auf die Felsen gehen. Dort stoßt ihr dann mal auf eine in den Stein gehauene Treppe. Und der Felsen rechts daneben ist Acceso Baño. Von dem aus könnt ihr – mit etwas Vorsicht – ins Meer hüpfen und dann über die Treppe wieder raus laufen 😉.

Cala Victoria

Die Straße weiter raus auf die Halbinsel kommen wir dann zur nächsten Erfrischung, der Cala Victoria. Genau beschrieben habe ich die Cala Victoria hier: Mallorca – Cala Victoria. Aber dass ihr nicht ständig hin und her springen müsst, hier noch eine kurze Zusammenfassung.

Erkennen könnt ihr die Cala Victoria entweder an einem kleinen Schild, oder aber – solltet ihr das auch übersehen, so wie ich – an einer Bar, die hier ist. Entsprechend gibt es einen recht großen Parkplatz, der auch gut gefüllt ist. Aber keine Angst, in der Bucht sind dagegen kaum Leute gewesen. 

Sand gibt es in der Bucht leider nicht, eher kleine runde Kieselsteine. Aber Dafür hat man einen schönen Blick auf die Halbinsel Formentor. Und kann entspannt planschen. Einzig wegen Seeigeln würde ich bei den Steinen etwas weiter drinnen im Wasser aufpassen.

Hier noch ein paar Bilder, dass ihr einen Eindruck bekommt. Ansonsten wie gesagt, hier gibt’s mehr Infos: Mallorca – Cala Victoria.

Das Ende der öffentlichen Straße

Wenn ihr der Straße weiter folgt und euch an der einzigen Kreuzung rechts haltet, dann kommt ihr bis zum Ende der öffentlichen Straße. Hier ist ein kleiner Parkplatz und man hat eine schöne Aussicht rüber auf die Halbinsel Formentor.

Hier befindet ihr euch aber auch am Ende der Straße. Das könnt ihr gar nicht verpassen, denn eine große Schranke versperrt euch den Weg 😅. Ab hier geht es dann nur noch zu Fuß weiter. Aber keine Angst, das sind nur knapp 2,5 Kilometer.

Mirador Penya del Migdia

Nicht weit hinter der Straßensperrung führt ein Weg rechts in den Wald. Dieser Weg führt euch zu einem Aussichtspunkt auf dem Berg, den ihr vor euch seht.

Spanien - Mallorca - Victoria - Penya del Migdia

Um auf den Berg zu dem Aussichtspunkt zu gelangen, müsst ihr aber etwas abenteuerlicher klettern. Es geht zwar ein in den Felsen gehauener Weg dort hinauf, aber die Stufen sind teilweise schon kaputt und der Absatz ist nur noch ein paar Zentimeter breit. Und rechts von euch geht es dann den Hang hinab. Es gibt aber Seile und co zum festhalten.

Wenn ihr dann auf dem Aussichtspunkt angekommen seid, dann habt ihr einen tollen Blick auf die Halbinsel Victoria und die Bucht von Alcúdia. Und ihr werdet hier oben auch ein paar alte Abwehranlagen finden – der Grund wieso es den Weg überhaupt gibt. Vielleicht geht ihr aber nicht zu spät los, dass es nicht dunkel wird während ihr zurück lauft 😉. 

Pont de Pedra

Ganz draußen auf der Halbinsel dann findet ihr Pont de Pedra, eine natürliche Steinformation in Form einer Brücke von der Küste auf den davor liegenden Felsen. Ob diese Brücke einen aushält, das weiß ich leider nicht. Daher mal wieder: Seid vorsichtig.

Aber allgemein ist hier draußen die Küste mit ihren schroffen Felsen und kleinen ausgespülten Höhlen wirklich toll, zumindest von den Bildern her. Denn um die Küste zu sehen, muss man eigentlich auf einem Boot sein.

Alcúdia

Zunächst ein mal, Alcúdia ist eine ganze Gemeinde und umfasst die kleine Stadt Alcúdia, den Hafen Port de Alcudia und noch ein paar weitere kleine Städte und Dörfer hier. Durch Mal Pas, das auch dazu gehört, fährt man zum Beispiel, wenn man auf die La Victoria Halbinsel hinaus möchte.

Ich möchte aber hier nur auf die beiden genannten Städte eingehen, da wir da unterwegs waren. Fangen wir also mit Port d’Alcúdia an 😉.

Port d’Alcúdia

Wenn man durch Port d’Alcúdia fährt, dann besteht diese Stadt gefühlt nur aus Hotels und Supermärkten. Über 7 Kilometer erstreckt sich die Stadt vom südlichen Ende bis zum eigentlichen Hafen selbst und alles voller Touristen, Souvenirshops und eben Hotels.  

An sich gibt es hier auch gar nicht so viel zu sehen, bis man dann mal im Hafen ankommt. Denn von hier aus sieht man erst den ewig langen, fast weiß erstrahlenden Sand-Strand und das hellblaue bis türkise Wasser dazu. Das ist wirklich traumhaft schön. 

Was kann man hier machen? 

Baden

Na als erstes mal kann man hier schön Baden. Der Strand ist herrlich, und auch riesengroß. Aber ich befürchte, dass durch die ganzen Hotels die meisten Strand-Abschnitte im Sommer komplett überfüllt sein werden oder vielleicht sogar nur für die jeweiligen Hotelgäste zur Verfügung stehen. Aber im Hafengebiet ist das definitiv nicht so, da kann jeder rein. Das kann ich euch mit Sicherheit sagen, wir waren nämlich genau hier 😅. 

Bootstour

Dann ist der Hafen auch ein guter Ausgangspunkt für verschiedene Boots-touren. Entweder runter in den Süden oder hoch in den Norden. Angebote findet ihr entweder direkt am Hafen an den kleinen Ständen oder aber vorher über GetYourGuide. Und das ist auch ein Spartipp 😉.

Wir hatten eine Boottour bis raus nach Coli Baix. Eine wirklich traumhaft schöne und abgelegene Bucht draußen auf der Halbinsel Victoria. Man kann zwar auch hin wandern und dann den Tag dort verbringen, aber Das ist ein ganzes Stück was man da bergauf und bergab klettert. Deswegen die Bootstour als Erleichterung 😅. Außerdem gibt es von da aus auch einiges mehr zu sehen.

Übrigens, Badesachen mitnehmen. Das Boot steht dann nämlich in der Bucht und man kann zur Abkühlung schön rein hüpfen 😉.

Playa Alcanada

Nochmal baden, aber dieses Mal etwas weiter draußen auf der Halbinsel. Direkt an Port d’Alcúdia schließt nämlich der Playa Alcanada an. Aber zu dem Strand gibt es mehr Infos hier: Mallorca • Playa Alcanada

Aber hier gibt es noch eine kleine Besonderheit, denn es liegt die kleine Insel Isla de Alcanada direkt vor dem Strand. Und zu der kann man angeblich schön rüber laufen. Und ja, das Wasser sieht wirklich flach aus, also es sollte nicht allzu tief sein 😉.

Die Stadt Alcúdia

Diese kleine Stadt ist mit ihrer alten Stadtmauer und den schmalen Gassen wirklich schön. Der Name Alcudia kommt übrigens von dem arabischen Al-Qudya was so viel bedeutet wie „der Hügel“. Das beschreibt die Lage der Stadt ganz gut – nämlich auf einem Hügel 😅. Gerade wenn man auf den Teilen der noch stehenden Stadtmauern entlang läuft, hat man dann einen schönen Ausblick in die Umgebung. Und natürlich auch in die Stadt selbst. 

Auch die Kirche Església de Sant Jaume ist wirklich schön. Es ist offiziell kein Eintritt, aber man muss eine Spende geben wenn man rein möchte. Das finde ich ehrlich gesagt etwas unangemessen, da es damit ja keine freiwillige Spende mehr ist. Aber gut.

Wir sind wegen den ganzen Leuten, die vor der Sonne nach drinnen geflüchtet sind und wegen dem Eintritt nicht rein. Mit den ganzen Menschen da drin wäre das auch nicht so schön gewesen. Kommt also lieber sehr früh oder sehr spät, dann ist weniger los.

Man kann in der Stadt insgesamt aber gut und gerne einiges an Zeit verbringen. Es gibt auch einige Cafés und Restaurants, eben die vielen kleinen Gassen zum entlang laufen und die Stadtmauer. Aber direkt vor den Toren der Stadt gibt es noch etwas zu entdecken. Die Ruinen „Romanes de Pollentia“, quasi die alte römische Stadt Pollentia bzw. was davon noch übrig ist. 

Besichtigen kann man Teile des alten Wohngebietes La Portella sowie das Forum und das Theater. Das kostet auch Eintritt, aber mit 3,50€ ist das nicht viel.

Parken könnt ihr übrigens rund um die Stadt auf Schotter-Parkflächen. Die sind kostenlos. Es gibt auch einen größeren Parkplatz unter Pinien, aber der wird vermutlich so ziemlich als erstes gefüllt sein 😅.

Artà

Artà ist, wie Alcúdia auch, eine ganze Gemeinde, die sich im Nordosten von Mallorca befindet und sich auf die Halbinsel von Artà hinaus ausstreckt. Die gleichnamige kleine Stadt Artà ist der Verwaltungssitz – und echt schön. 

Wir waren aber nur ein wenig durch die Stadt gelaufen, deswegen mag ich euch lieber die Sehenswürdigkeiten in der Stadt und der Region hier zeigen, die wir uns angesehen haben 😉. Fangen wir mal an.

Església parroquial de la Transfiguració del Senyor

Esgésia – ja, natürlich eine Kirche 😅. Aber was für eine. Leicht über der Stadt thronend steh hier ein riesiges Bauwerk. Der Hauptplatz vor der Kirche ist mit dem riesigen Eingang so beeindruckend und schön, dass ich es unbedingt auf ein Foto bekommen wollte. Aber irgendwie hatte ich da wegen der Größe dann echt ein bisschen Probleme.

Übrigens ist das schon die zweite Kirche, die genau an diesem Platz steht. Die erste war eine gotische Kirche und 1240 eingeweiht. Allerdings wurde wegen der wachsenden Bevölkerung die Kirche bald zu klein und so wurde dann zwischen 1563 und 1896 – ja, so lange hat das gedauert – die heutige Kirche errichtet. Ein Jahrhunderte überdauernder Bau sozusagen. Um 1900 wurde deswegen dann auch schon wieder saniert 🙈.

Anfahrt und Parken

Die Església parroquial de la Transfiguració del Senyor befindet sich direkt im Örtchen Artà. Einen Parkplatz in der Nähe gibt es auch, etwas nördlich von der Kirche (der ist öffentlich und kostenlos). Perfekt also 👍. Aber Dazu müsst ihr allerdings ein paar schmale Gassen mitten durch die Stadt fahren, sodass ihr auf den Parkplatz kommt. Da war ich an der ein oder anderen Kurve froh, dass unser Auto so klein war 😅

Eintritt

Leider war die Kirche nicht offen, als wir da waren. Deswegen kann ich euch da leider keine Bilder zeigen. Aber Die Bilder, die ich selbst gesehen habe, waren mindestens genauso beeindruckend, wie die Kirche schon von außen wirkt. Schade also, dass das nicht geklappt hat.

Was ich euch aber sagen kann, der Eintritt kostet rund 2 Euro und eigentlich stehen die Türen offen. Vielleicht waren wir nur gerade zur Mittagspause da 😅.

Santuari de Sant Salvador

Wenn ihr einmal dort seid, dann solltet ihr von der Església parroquial de la Transfiguració del Senyor aus auch direkt mal die alte Treppe hoch laufen. Da kommt ihr nämlich zu einer Festung mit der Wallfahrtskirche Sant Salvador. Und die Festung ist echt schön, ich könnt sogar in weiten Teilen auf der alten Mauer außen herum laufen und den Ausblick genießen.

Im Inneren der Kirche schmücken Bilder die Wände und an der kuppelförmigen Decke gibt es auch Gemälde zu entdecken. Ansonsten ist die Wallfahrtskirche aber eher Schlicht gehalten – hätte ich zumindest gesagt. Abgesehen von der Größe des Bauwerks hier oben auf dem Berg 😅.

Ein Besuch hier lohnt sich auf jeden Fall, wenn ihr hier seid. Es kostet keinen Eintritt und mindestens der Ausblick ist es Wert 😉. Außerdem ist die Treppe ein wunderschönes Fotomotiv, wenn mal keine Leute großartig darauf herum laufen.

Parc natural de la península de Llevant

Zu der Gemeinde gehört auch noch der National, der sich wirklich gut zum Wandern eignet. Von einigen Stellen aus hat man einen wunderschönen blick auf das Meer 😉.

Ich hatte den Punkt auf der Karte markiert und wollte eigentlich auch hin. Aber wie das immer so ist, man markiert hier und da und dann schafft man nie alles. Aber ich möchte euch natürlich auch die Sachen mitgeben, die mir gefallen haben und ich mir gern angeschaut hätte. Da kommen sowieso gleich noch ein paar weitere 😉.

Ermita de Betlem

Ihr werdet es nicht glauben, aber das ist ein kleines Kloster. Bis 2010 lebten hier sogar ein paar Mönche der Glaubensgemeinschaft der Eremiten. Altersbedingt sind diese dann aber umgezogen in eine andere Einsidelei.

Gegründet wurde das Kloster um 1805 auf einem ehemaligen Landsitz eines Einheimischen, der diesen gestiftet hatte. Dabei wurde auf den Ruinen eines alten Wachturms und einer Ölmühle dann das Kloster errichtet. Der bau war aber nicht so einfach, da die Baumaterialien mit Eseln von Sóller bis hier her geschafft werden mussten – also qausi fast einmal quer über die Insel.

Wenn ihr hier her wollt, dann gibt es zwei Möglichkeiten. Die erste ist eine Straße von der Stadt Artà aus, die MA-3333. Die zweite Möglichkeit ist wandern 😉. 

Capdepera

Ihr merkt schon, ich gehe gleich auf ganze Gebiete bzw. Gemeinden ein 😅. Aber das hat auch seinen Grund, so könnt ihr euch aus dem jeweiligen Gebiet immer gleich mehreres heraussuchen, was euch interessiert und das dann selbst mit den eigenen Augen bestaunen 😉. 

In dem Gebiet von Capdepera war übrigens auch unser Hotel. Mit schönem Blick auf das Meer, abends hat der Leuchtturm von Capdepera dann sein licht ausgestrahlt… es war einfach schön hier 😍. Aber genug geschwärmt, jetzt gibt’s es wieder ein paar Infos zu Sehenswürdigkeiten hier 😉.

Castell de Capdepera

Das Castell de Capdepera ist ein ehemaliges Wehrdorf auf dem Berg von Capdepera. Es bietet aus 159 Metern einen schönen Ausblick auf die Stadt und die Umgebung. 

Hier oben findet ihr neben der Casa del Governador, in der einige alte Gegenstände und ein Modell des Castells steht und etwas zur Geschichte zu erfahren gibt, noch eine alte Zisterne, eine kleine Kapelle, einen alten Wehrturm und einen schön angelegten kleinen Garten. Wobei ihr bei Garten nicht zu viel erwarten solltet 😉. 

Die alte Kapelle, speziell die beiden Glocken oben drauf sind von der Rückseite aus ein wunderschönes Fotomotiv. Und außerdem hat man von hier so ziemlich den besten Blick ins Umland.

Das Castell kostet übrigens Eintritt. Und die 3 Euro pro Person kann man nicht in Bar bezahlen, es wird tatsächlich auf kontaktlose Zahlung bestanden und das hat mich echt positiv überrascht 👍. Parken müsst ihr aber unten im Örtchen, was sich wegen den schmalen Straßen auch etwas schwieriger gestalten kann. Aber Platz ist eigentlich genug da 😉.

Die Stadt Capdepera

Vom Castell aus könnt ihr direkt runter in die Stadt laufen. Über eine Treppe, die zwischen den nahe beieinander stehenden Häusern hinab führt, kommt man direkt hinunter in den alten Stadtkern. Und der ist herrlich 😊. Auf dem kleinen Marktplatz gibt es neben einer Eisdiele auch ein Café und Restaurants. Und in den kleinen, engen Straßen rings umher findet man hier und dort kleine Läden und Ateliers.

In den Läden gibt es übrigens schöne handgefertigte Schalen und mehr aus der Region. So erhalten die Läden und die Künstler ein Anteil und man hat definitiv ein schönes Andenken. Allerdings ist es echt schwierig, die Sachen mit im Flugzeug heil zu transportieren. Deswegen haben wir uns „nur“ für ein Salatbesteck aus Olivenholz entschieden 😉.

Faro de Capdepera

Zu Capdepera gehört auch der Leuchtturm, den ich Anfangs schon mal angesprochen habe. Irgendwie auch klar, da die Gemeinde Capdepera sich auf einer kleinen Halbinsel befindet. Das besondere bei diesem Leuchtturm ist, dass es der östlichste Punkt Mallorcas ist – naja, genau genommen steht er auf der klippe, die am weitesten in den Osten der Insel ragt 😉. 

Der Leuchtturm ist einer der letzten 5, die noch heute in Betrieb sind. Und das habe ich jeden Abend gemerkt, wie ich so auf dem Balkon saß und geschrieben habe. Dabei sind mir die verschiedenen Leuchtmuster aufgefallen. Aber darauf gehe ich jetzt nicht ein 😅.

Leider ist der Leuchtturm scheinbar nicht öffentlich zugänglich, obwohl ich da eigentlich was anderes gelesen habe. Zumindest stand außen da jetzt nichts dran und auch die Tore waren verschlossen. Aber vielleicht ist das auch nur zu gewissen Zeiten so, dass man vielleicht mal rein darf 🤷‍♂️. Schreibt es mal in die Kommentare 😉.

Anfahrt und Parken

Ihr könnt mit dem Auto oder dem Roller bis ganz heran fahren. Es gibt da extra einen kleinen Parkplatz. Aber der ist auch recht schnell voll. Wenn euch das passiert, dann könnt ihr einfach 50 Meter die Straße zurück an der Seite anhalten.

Ein noch besserer Ausblick

Einen richtig schönen Blick auf den Leuchtturm hat man übrigens von der kleinen Landzunge südlich von hier. Es geht ein Weg dort bis raus auf die Klippen und den Leuchtturm von da aus so auf der klippe stehen zu sehen – WOW 😍. 

Der Weg startet von der Straße zum Leuchtturm aus. Hier geht es bei dem kleinen Häuschen – oder was das genau war – kurz vorm Leuchtturm rechts hinab. Dabei braucht ihr nur den blauen Flecken auf den Steinen zu folgen. Auf dem Weg raus zur Klippe kommt ihr dann auch an ein paar schönen , aus Steinen gelegten Herzen vorbei und durch ein kleines Kiefernwäldchen.

Was ist hier noch so?

Nördlich vom Leuchtturm befindet sich noch ein alter Wehrturm. Zu dem kann man auch von dem Leuchtturm aus hin laufen. Aber allgemein ist Capdepera ein wunderschönes Wandergebiet – wenn es nicht gerade sonst wie warm ist 😅.

Son Severea

Die Stadt Son Severea

In der Stadt gibt es gleich mehrere sehenswerte Sachen.  Zum einen Die Stadt selbst, die einen schönen alten Stadtkern hat. Aber okay, das sage ich irgendwie über jede der kleinen älteren Städte hier 😅. Viel interessanter werden da für euch vielleicht die beiden folgenden Sehenswürdigkeiten sein.

Alter Wehrturm

Hier in Son Severea gibt es ein paar alte Wehrtürme. Irretierend, da die Überschrift ja nur alter Wehrturm ist aber es sind eigentlich 3. Ob alle wirklich Wehrtürme waren, dessen bin ich mit nicht sicher. Aber man kann zu zweien bis hin. Der dritte hat ein Dach drauf und steht hinter einem Zaun. 

Aufpassen solltet ihr aber, denn die Türme sind einsturzgefährdet. Jetzt nicht akut, aber einige Bodenplatten sind auch schon mal durchgebrochen und man muss echt etwas vorsichtig sein. Gerade, wenn man wie ich viel durch die Kamera schaut und gleichzeitig ein paar Schritte macht 🙈.

Es gibt direkt an der Straße einen Parkplatz, also direkt bei dem Wehrtürmen. Wenn ihr euch also bis hier her navigieren lasst, dann kommt ihr automatisch zum Parkplatz.

Es gibt aber auch in der Stadt selbst öffentliche und sogar kostenlose Parkplätze. Dann müsst ihr zwar ein wenig laufen, aber die Stadt ist wie schon gesagt wirklich schön und weit ist es wirklich nicht 😉.

Eintritt kostet es übrigens nicht, das ist ein freies Gelände. Dafür aber auch etwas zugewachsener und mit mehr Sträuchern, die schnell mal Kratzer verursachen.

Església Nova

Die Kirche, wofür Son Severea tatsächlich bekannt ist. Man könnte meinen, dass es sich hier um eine Ruine mitten in der Stadt handelt. Schließlich fehlt das Dach, nur drei der vier Außenmauern stehen und es sieht etwas verwittert aus. Aber tatsächlich ist diese Kirche nie fertig gestellt worden.

1905 begann der Bau, aber aufgrund von Geldmangel wurden die Bauarbeiten 1930 eingestellt. So waren gerade einmal die drei Wände fertig geworden und die Fenster und Rosetten darin. Das Dach wurde nie begonnen.

Genutzt wird die Kirche heute für open Air Veranstaltungen und noch wichtiger, diese quasi Ruine zieht auch jede Menge Touristen an. 

Promenade von Cala Millor

Zu der Gemeinde Son Severea gehört auch das kleine Örtchen Cala Millor, das direkt am Meer liegt. Hier ist vor allem die Promenade der Touristen-Hotspot. Und das nicht ganz ohne Grund, denn die ist wirklich schön angelegt. 

Über 500 Meter schlängelt sich die Promen das Meer entlang. Und dabei gibt es genügend Bars, Cafes und Restaurants zum einkehren und entspannen. Am Ende der Promenade dann kommt man zu einem endlos lang wirkendem Strand. 

Die Promenade ist aber nicht nur ein einfacher gepflasterter Weg, nein. Es wurden viele Bäume angepflanzt, welche auch Namensgebend für die Promenade waren. Diese heißt nämlich im original El hermoso arbol de Dragon. Außerdem wurden viele verschiedene Skulpturen aufgestellt, an denen man vorbei läuft. Und Bänke gibt es auch genug zum hinsetzten und ausruhen. Und sollten da mal alle voll sein, dann reicht auchdie Mauer zum darauf setzten aus 😉.

Punta de n’Amer

Knapp unterhalb der Gemeinde Son Severea findet ihr schon den nächsten schönen Punkt auf der Karte, den ich persönlich als wirklich schön empfunden habe. Das Naturschutzgebiet Punta de n’Amer auf der gleichnamigen Halbinsel.

Zum einen ist es hier wirklich herrlich etwas hindurch zu wandern, zum anderen gibt es hier auch ein Castell zu entdecken – das Castell de la Punta de n’Amer. Gleich vorweg, leider darf man bis zu dem Castell mit dem Auto in das Naturschutzgebiet fahren. Der Grund? Es gibt hier ein Cafe, deswegen. Ich würde das nicht erlauben, aber gut.

Nun aber zum Castell. Castell bedeutet ja nicht nur Schloss, sondern auch Abwehranlage – so wie in diesem Fall. Hier geht es um einen der vielen alten Wehrtürme hier, genau genommen um einen echt gut erhaltenen. Man kann rauf auf den Turm und im inneren gibt es auch noch was geschichtliches zu lernen. 

Das Wandern durch das Naturschutzgebiet ist auch wirklich schön. Zumal man sowieso schon durch dieses läuft, wenn man den Weg zum Castell zu Fuß beschreitet. Es gibt hier einen Weg die Küste entlang, aber auch viele kleine Wege durch den Pinienwald des Naturschutzgebiets. Außerdem Gibt es hier auch von den Wegen aus schöne Ausblicke, die sich wirklich lohnen.

Felanitx

Diese Gemeinde liegt im Süd-Osten Mallorcas. Es gibt natürlich überall etwas zu entdecken, aber gerade hier hat uns eine Sehenswürdigkeit so richtig umgehauen. Aber schaut selbst:

Puig de San Salvador

Hört sich erstmal nichts-sagen an, oder? Das dachten wir uns auch, als wir in Maps den Punkt gefunden hatten. Dann haben wir uns Bilder angeschaut und es war klar, da müssen wir hin. Aber Nun will ich euch mal nicht weiter auf die Folter Spannen 😅.

Puig de Sant Salvador ist – erstmal nur ein Berg, der sich in einer nur leicht hügeligen Umgebung auf 509 Meter erhebt. Er liegt nur wenige Kilometer Süd-Östlich von Felanitx. Ok, ein Berg also. Aber das ist – soweit ich das herausgefunden habe – wohl einer der wichtigsten Wallfahrtsorte Mallorcas. 

Nachdem man eine richtig tolle, aber auch schmale und relativ steile Straße hinauf gefahren ist, entdeckt man oben ein ehemaliges Kloster, Kirche und eine Christusstatue – Ja, wirklich, eine Christusstaute 😉. 

Spanien - Mallorca - Felanitx - Puig De Sant Salvador - Der Berg

Man kann Übrigens auch hoch laufen, wem das lieber ist. Aber wie gesagt, das sind rund 500 Höhenmeter, also plant dann lieber ein wenig mehr Zeit ein. Es gibt aber einen Wanderweg, der immer wieder mal die Straße kreuzt und der auch ziemlich gut beschaffen ist 😉.

Das Kloster und die Kirche

Das Kloster wurde 1348 gegründet. Und das ist wirklich ein beeindruckender Bau. Dieses massive Gebäude hier oben ist irgendwie unwirklich wenn man bedenkt, dass es so weit oben liegt und vor so langer Zeit gegründet wurde.

Nach und nach entwickelte sich die Einsiedelei immer mehr zu einem Wallfahrtsort, woraufhin dann zwischen 1707 und 1734 die an das Kloster anschließende Kirche errichtet wurde.

Im weiteren Verlauf wurde das Kloster dann zeitweise auch als Internat genutzt bis es zu der heutigen Herberge mit Restaurant umfunktioniert wurde. Und ganz ehrlich, hier oben aufwachen und morgens den Ausblick genießen, das stell ich mir schon cool vor. Aber ich habe keine Ahnung was da die Nacht kostet 😅.

Die Christusstatue

Nun zu dem, was man als erstes sieht, wenn man die Straße hoch gefahren kommt. Ein insgesamt 37 Meter hohes Monument mit einer 7 Meter hohen Christusstatue oben drauf, das 1934 errichtet wurde. Und genau dieser Anblick wenn man über die letzte Kuppe fährt und dann diese Statue sieht, einfach unbeschreiblich 😍.

Man kann schön außen herum laufen und die Aussicht genießen. Oder es geht euch so wie mir – versuchen das schönste Bild davon zu machen 🙈.

Creu des Picot

Auf dem etwas niedrigeren Gipfel des Puig de Sant Salvador, dem Puig de Milá findet ihr in 477 Metern Höhe ein 14 Meter hohes Steinkreuz. Wenn ihr die Straße entlang fahrt, kommt ihr auch direkt dran vorbei. Parken könnt ihr auf dem kleinen Schotterparkplatz direkt auf der anderen Straßenseite.

Das Steinkreuz wurde 1957 errichtet, ist aber nicht das erste hier. Das war nämlich aus Holz und hat entsprechend nicht lange gehalten. Das zweite Kreuz, das hier errichtet wurde, war 11 Meter hoch und aus Stahl. Das Stand bis 1951. Dann wurde das noch heute stehende Steinkreuz errichtet.

Castell de Santueri

Dieses Kastell ist die Ruine einer Burganlage auf dem gut 400 Meter hohen Tafelberg. Und von hier aus habt ihr einen tollen Blick auf die Christusstatue von Puig de Sant Salvador, das kann ich euch sagen. 

Da es sich hier um Ruinen handelt, stehen gerade im Eingangsbereicht noch das alte Tor, ein Turm und die Mauern. Aber schon ein paar Meter weiter ist dann kaum noch was von der alten Festung zu sehen. Nur noch ein oder Zwei Gebäude im inneren lassen erahnen, dass hier mal Gebäude standen.

Die Festung, beziehungsweise die Reste, die man heute noch sieht, wurde damals übrigens schon auf den Ruinen einer Römischen Festung aufgesetzt. Aber bei der letzten Eroberung Mallorcas wurde sie dann quasi dem Erdboden gleich gemacht. 

Es kostet übrigens Eintritt, wenn ihr hier rein wollt. 3 Euro. Dafür gibt euch die nette Frau aber auch Broschüren in verschiedenen Sprachen und in der Festung selbst gibt es immer wieder QR-Codes, die euch dann nach dem Scannen mehr Aufschluss geben. Echt cool gemacht 👍.

Fontaine los Matsos

Der Name verrät es schon, es geht um eine Fontäne. Aber nicht etwa einen Springbrunnen, sondern um eine natürliche. Aber diese Fontäne ist bei schönem Wetter leider nicht zu sehen. Dazu müsstet ihr eher her kommen, wenn das Wetter schlecht und vor allem Windig ist und das Meer größere Wellen gegen die Küste treibt.

Die Fontaine los Matsos ist eigenltich mal eine Höhle gewesen, deren Dach eingestürzt ist. Das liegt an dem Kalksandstein hier, den das Wasser nach und nach Unterspült. Es gibt in der Gegend auch einige intakte Höhlen, die ihr euch anschauen könnt. Aber die sind so von Touristen Überlaufen, dass auf persönliches Abraten hin wir das auch gelassen hatten.

Auf jeden Fall, das natürliche Loch in der Küste, vor dem ihr hier steht, heißt Es Bufador. Wenn nun der Wellengang stark genug das Wasser in die Höhle treibt, dann sprüht es oben heraus – die Fonatäne 😉. Aber wie gesagt, dazu muss das Wetter eigentlich schlecht sein, und das will man ja nicht so wirklich haben 🙈.

Vielleicht habt ihr ja mal einen schlechteren Tag vom Wetter her, dann könnte sich das lohnen. Dann braucht ihr nur in das Örtchen S’Illot, genauer gesagt im Teil S’Illot-Cala Morlanda zu fahren. Direkt an der Promenade findet ihr auch einen großen kostenlosen Parkplatz.

Aber deswegen müsst ihr diese Sehenswürdigkeit bei schönem Wetter übrigens nicht meiden, denn die Küste ist wirklich schön. Klares Wasser, sandiger Boden – perfekte Voraussetzungen für die wohl schönste Wasserfarbe die man sich vorstellen kann. Sowas kann leider keine Kamera so richtig einfangen 🙈.

Caballos de Rolf Schaffner

Hmm, ist das überhaupt eine Sehenswürdigkeit? Ich sag mal ja. Aber Achtung, die ist nicht ganz leicht zu finden 😅. Prinzipiell sind das aufgeschichtete Steinskulpturen, die Pferde darstellen – erschaffen vom Bildhauer Rolf Schaffner.

Wenn man die Skulpturen einmal gefunden hat, sind sie schon schön anzuschauen. Ich verstehe bloß nicht, wieso das so zuwachsen gelassen wird 🤷‍♂️.

Nun aber, wie kommt man hier her? Auf der MA-6100 zwischen Es Llombards und Santayí kommt ihr auf einen Kreisverkehr. Kurz bevor ihr beim Kreisverkehr seid – Wichtig ist die Richtung aus der ihr kommt, hier aus Es Llombards – könnt ihr links bei einem Feldweg parken. 

Dann geht es ein paar Meter die Straße weiter Richtung Kreisverkehr. Ungefähr in Höhe des 40 Schildes seht ihr dann rechts ein Loch in dem Zaun, dahinter ist der Trampelpfad euch ins Gebüsch führt. Und schon steht ihr vor den Skulpturen. Hier noch ein paar Bilder 😉.

Botanicactus S.L.

Mal etwas Botanik vielleicht? Dann seid ihr im Kakteen Garten genau richtig. Aber gleich vorweg: durch die Kriese die letzten Zwei Jahre konnten die Betreiber scheinbar nicht alles so in Schuss halten, weil die Einnahmen gefehlt haben. Umso wichtiger eigentlich, dass Besucher hier her kommen.

Also gebt nicht so viel auf die Bewertungen bei Google denn man kann nicht erwarten, dass nach zwei Jahren ohne Einnahmen alles TipTop und Pikobello ist. Und wenn es einem schon nicht gefällt, dann  sollte man seine Unmut darüber vielleicht nicht bei Google in den Bewertungen auslassen. Wir für unseren Teil habe es trotz der wenigen Pflege und dem doch weniger frei geräumten Wegen echt genossen und es hat uns gefallen.

So, genug gemeckert – Mecker Montag 😅. Jetzt ein paar Infos zum Kakteen Garten, denn um den geht es jetzt ja schließlich.

Der Botanische Garten

50000 Quadratmeter groß. Und das ist noch nicht alles, es gibt eigentlich auch noch einen See mit 10000 Quadratmetern. Das ist doch mal beeindruckend, oder? Über 400 Verschiedene Pflanzenarten und 10000 verschiedene Kakteenarten findet ihr hier. Außerdem findet ihr hier noch die einheimische Pflanzenwelt wieder, zumindest die Bäume. So gibt es Olivenbäume, Granatapfelbäume, Mandelbäume, Orangenbäume, Johannisbrotbäume Eukalyptusbäume und natürlich Zypressen und Pinien. Auch Palmen findet man hier in der Nähe des Sees.

Der See ist übrigens 4 Meter tief, aber nicht zum Baden gedacht. Als wir da waren, war der aber auch schon fast leer. Das liegt daran, dass der See ein Notreservat ist, um den Garten weiter zu bewässern in Zeiten von Trockenheit. 

Der Botanische Garten ist komplett privat geführt, also keinerlei Unterstützung von öffentlicher Hand. Und dafür ist das echt respektabel, was sie geschafft haben.