Neben all den tollen Sachen, die man auf seiner Reise sehen möchte, gehen einem im Vorfeld auch noch andere Dinge durch den Kopf. Ich möchte euch hier ein paar Sachen beantworten.
Was beschäftigt euch noch, wenn ihr in der Vorbereitung steckt? Bitte schreibt uns einfach weitere Fragen – dann werde ich das Ganze hier gerne erweitern.

Hier schon mal Infos zu folgenden Themen:

    1. Rollerfahren und Internationaler Führerschein
    2. Mücken und Malaria
    3. Impfungen
    4. Transfer und Taxi
    5. Hotels und Flüge buchen
    6. Bezahlung und Geldabheben
    7. Telefonieren und Surfen mit dem Smartphone

1. Rollerfahren? Internationaler Führerschein ?

Für uns ist der Roller die tollste Möglichkeit die Gegend zu erkunden. Man ist flexibel und kommt fast überall schnell durch. Sei es schmaler Weg zur Unterkunft oder ein endloser Stau.
Ihr solltet schon eine gewisse Erfahrung beim Zweiradfahren mitbringen und nicht auf Bali oder Koh Samui damit anfangen. Denn der Verkehr ist nicht ohne. Und für manche sogar ein kleiner Schock. Alle fahren scheinbar durcheinander. Wer den Vorderreifen weiter vorne hat bzw. hupt hat Vorfahrt. Schaut euch das Ganze vielleicht erst einmal an und entscheidet dann. Wenn man sich erst einmal etwas reingefuchst hat, läuft es eigentlich ganz gut. Bleibt im Fluss und fahrt nicht zu ängstlich, so kamen wir ganz gut hin.
Solltet ihr mit dem Gedanken spielen das Rollerabenteuer zu starten, empfehlen wir im Vorfeld in Deutschland einen Internationalen Führerschein zu beantragen. Plant dafür vorsichtshalber mind. 1 Monat ein. Bei den Behörden kann man nie sicher sein… Sollte er dann endlich ausgestellt sein, ist er 3 Jahre (Regelfall) gültig. (Unser Führerschein für Thailand war nur 1 Jahr gültig – scheint aber am Bearbeiter gelegen zu haben – meinte zumindest seine Kollegin 😝). Natürlich gilt das Dokument auf der ganzen Welt. In der Führerscheinstelle (Passbild nicht vergessen) haben sie eine Liste, welches Land, welche Gültigkeitsdauer verlangt. Nehmt bitte auf eure Reise noch euren deutschen Führerschein mit. Denn der Internationale Führerschein ist nur ein Zusatzdokument.

Oft hören wir, dass viele auch ohne den Internationalen Führerschein fröhlich durch die Gegend fahren und mit viel Glück in keiner Kontrolle landen. Aber glaubt mir, besser man hat als man hätte. Gerade bei Unfällen kann dann schnell die Schuldfrage wegen eines fehlenden Dokumentes auf euch abgewälzt werden. Auch einfache Polizeikontrollen suchen immer wieder Gründe, sich ein paar extra Scheinchen zu verdienen und nutzen solche Situationen dann gerne aus, um euch die Taschen zu leeren. Darauf muss man es nicht ankommen lassen. Das Dokument kostet derzeit knapp 20 €.

P.S. Polizeikontrollen

Noch ein Tipp am Rande: Solltet ihr doch in eine Polizeikontrolle geraten, habt am besten ein offizieles Portmonee mit wenig Geld (etwa 5 $) mit und ein verstecktes mit dem tatsächlich benötigten. Solltet ihr angehalten werden und man euch, aus welchem Grund auch immer, eine hohe Strafe abknöpfen wollen, dann habt ihr ja offensichtlich nicht mehr Geld mit…

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2. Mückenschutz? Malaria-Tabletten und Moskitonetz?

Gleich vorweg – ich bin kein Arzt und habe auch keine medizinische Ausbildung. Folgendes sind nur meine Erfahrungen und Eindrücke zum Thema. Der Besuch eines Tropenarzt oder zumindest einer tropenmedizinischen Beratung empfiehlt sich im Zweifelsfall.
Weite Teile Thailands und auch Indonesiens sind derzeit malariafrei bzw. besteht nur ein geringes Risiko. Jedes Jahr wird eine Karte auf der Seite der WHO veröffentlicht, wo ihr genau sehen könnt, wie die „Gefahr“ momentan in welchem Gebiet eingestuft wird. Auch das Auswärtige Amt hält hierzu immer aktuelle Informationen bereit.
Wir ihr sicher auch schon tausende Male gelesen habt: „… lange helle Kleidung tragen und Mückenschutz (z.B. AntiBrumm* oder NoBite*) sind das A und O…“ Aber leider interessiert das einige der Blutsauger so gar nicht… Um uns wenigsten beim Schlafen in Sicherheit zu fühlen, haben wir immer ein Moskitonetz dabei – gerade in einfacheren Unterkunft gibt es manchmal keins. Mit ein paar kleinen Hilfsmitteln (Strick, Nägelchen, Kabelbinder…) lässt es sich meist irgendwo einfach befestigen. Als ich damals auf der Suche nach einem Moskitonetz war, habe ich oft gelesen, dass viele zu klein oder zu kurz sind. Ich bin dann auf dieses hier gestoßen: Moskitonetz*, das ist sogar groß genug für Doppelbetten. 👍
Sollte es dann doch passiert sein, kann euch der Stichheiler BiteAway„* etwas Milderung verschaffen. Das Ding ist echt Gold wert. Durch punktuelle Hitze lindert er sofort den Juckreiz. Sofern ihr nicht schon vorher wild dran herumgekratzt habt. ☝

Aber nun zurück zum Thema Malaria. Sollte ein gewisses Risiko bestehen, könnt ihr euch im Vorfeld vom Arzt Tabletten (z.B. Malarone – anhängig vom im Reiseland auftretenden Erreger) verschreiben lassen: zur Vorbeugung oder Stand-By-Therapie. Sollte ein höheres Risiko bestehen, wird empfohlen das Medikament über die Dauer der Reise prophylaktisch einzunehmen, was aber mit brutalen Nebenwirkungen verbunden ist. Bei geringerem Risiko, könnt ihr die Tabletten einfach vorsichtshalber mitnehmen und bei Verdacht (wenn ihr längere Zeit bräuchtet, um den nächsten Arzt aufzusuchen) einnehmen.
Es ersetzt aber keinesfalls den Arztbesuch, sondern verschiebt nur den Ausbruch. Ein Arzt wird euch dann sagen, wie ihr weiter verfahren sollt. In entlegeneren Gebieten sieht es manchmal schlecht aus mit der Verfügbarkeit von Medikamenten, da ist es dann auch praktisch, das passsende Medikament im Gepäck zu haben. Im Gegensatz zu den meisten Impfungen, werden die Malaria-Tabletten von Krankenkasse nicht bezahlt (fragt aber trotzdem nach). Sie schlagen mit etwas über 50 € zu Buche, sind aber etwa 3 Jahre lang haltbar. Sie können also durchaus für mehrere Reisen mitgenommen werden, sofern ihr sie nicht anreist.

Wie schon gesagt, es kommt immer auf die Gegenden an, in denen ihr euch aufhaltet. Touristengebiete sind oft ganz malariafrei. Da wir aber in Thailand z.B auch in Kanchanaburi waren, das ein erhöhtes Risiko hatte oder in Indonesien auf den Gilis (die zumindest bist 2016 Malariagebiet waren), empfand ich es für sicherer, Tabletten dabeizuhaben.

P.S. Ärzte im Ausland

Generell sei gesagt, habt keine Angst – mittlerweile ist die ärztliche Versorgung auf unserer Welt gut ausgebaut und zuverlässig. Egal wo ihr seid, wird sich auch irgendwo (spätestens in der nächten größeren Stadt) ein gut ausgebildeter Arzt befinden, der euch helfen kann. Im besten Fall ist es eine internationale Privatklinik. In Verbindung mit einer guten Auslandskrankenversicherung alles kein Problem.

Achtung – bei der Wahl der Auslandkrankenversicherung auf begrenzte Reisedauern achten, gerade wenn ihr Deutschland länger verlassen wollt.

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3. Impfungen?

Mit Impfungen verhält es sich ähnlich, wie mit den Malariatabletten. Informiert euch am besten bei einer tropenmedizinischen Beratung und wägt ab, welchen Gefahren ihr bei eurer Reise ausgesetzt seid und in welchen Gebieten ihr euch aufhalten werdet. Sind es nur die allereinfachsten Unterkünfte, habt ihr näheren Kontakt zu Tieren oder kranken Menschen, wollt ihr im Ganges baden 😆 oder durch die verlassensten Gebiete wandern. Das können Faktoren sein, die für die Wahl bestimmter zusätzlicher Impfungen führen können. Generell findet ihr auch wieder auf Seiten wie dem Auswärtigen Amt oder tropeninstitut.de die derzeitigen Informationen und Empfehlungen für das jeweilige Land.

 

 

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 4. Transfer und Taxis?

Thailand

In Bangkok gibt es folgende Fortbewegungsmittel: Metro/Skytrain, TukTuk, Taxiboot und Taxi. Am günstigsten davon ist das Taxiboot (mit 14 Baht bist du dabei, ca. 0,30 €), gefolgt von der Metro für 1-2 € (leider nur 2 Strecken), dann kommen die Taxis und am teuersten sind mittlerweile die TukTuks. Mehr dazu findest du hier und hier. Hierbei gilt: nicht stehende Taxis oder Tuktuks nehmen, sondern besser anhalten. An Toursisten-Hotspots nicht zu verwirrt wirken und permanent mit dem Stadtplan rumwedeln. Das outet euch als ahnungslose Touristen. Auch den Fahrern nicht verraten, dass ihr das erste Mal in Thailand seid. Das sind Dinge, die die Fahrer zum Anlass nehmen einen extra hohen Preis zu verlangen. Preise sollten immer vorher ausgehandelt werden bzw. sollte auf das Anschalten des Taximeters gedrängt werden. Vorsicht vor zu günstigen Angeboten, vorallem bei Tuktuks. So schnell könnt ihr gar nicht schauen, landet ihr auf einer Verkaufsfahrt zum befreundeten Schneider oder ähnlichem.
Für weitere Strecken durch Thailand, könnt ihr euch je nach Geldbeutel und Zeit zwischen Inlandsflug, Bus und Zug entscheiden.

Wie komme ich von Koh Samui (Golf von Siam) nach Koh Phi Phi (Andamanensee)? Geht das überhaupt?
Ja, das geht. Mehr darüber findet ihr hier.

Bali

Um von Unterkunft zu Unterkunft zu kommen, waren wir in Bali eigentlich immer mit privaten Drivern unterwegs, die uns immer über Kontakte (meist vom Besitzer der Unterkunft) vermittelt wurden. Der Preis steigt zwar jährlich, ist aber vergleichsweise fair. Wir zahlten je nach Strecke zw. 200.000 IDR (z.B. Flughafen-Jimbaran) und 500.000 IDR (z.B. Jimbaran-Ubud oder Ubud-Singaraja). Für noch ein paar Rupiah mehr könnt ihr die Driver auch für den ganzen Tag „mieten“ und mit ihnen die Sehenswürdigkeiten abklappern, idealerweise sogar in Verbindung mit der Weiterfahrt zur nächsten Unterkunft. Generell könnt ihr natürlich immer versuchen einen besseren Preis auszuhandeln.
Taxis lohnen sich wohl nur für kürzere Strecken – haben wir aber nicht ausprobiert, da hatten wir ja unsere Roller. Generell sollte man wieder aufpassen, dass man die öffentlichen Taxis erwischt (Bluebird). Am Flughafen direkt dürfen diese nicht parken, daher müsst ihr erst aus dem Gelände rausgehen. Private Driver warten übrigens am Flughafen wie die Geier. Versucht sie zu ignorieren oder handelt was das Zeug herhält.
Mittlerweile sehr beliebt und günstig sind Uber und Grab. Aber leider von den Einheimischen gar nicht gern gesehen. Denn sie machen den Drivern natürlich Konkurrenz und die Preise kaputt. Teilweise gibt es sogar Schilder, die ganze Bereiche als Sperrzone für die beiden Anbieter erklären. Auch von Überfällen auf die Fahrer haben wir gehört.

Transfer Bali – Nusa Penida

Von Sanur aus fuhren wir mit dem Speedboot Mola Mola Express nach Nusa Penida. Gut und günstig: Für eine Strecke haben wir pro Person 125.000 IDR bezahlt. Wenn ihr etwas zeitiger am Stand seid, reicht es, wenn ihr eure Tickets dort kauft (denn nach Nusa Penida sind hauptsächlich die Einheimischen unterwegs, die Bali zum Einkaufen aufgesucht haben). Zur Zeit startet das Boot 8:30 Uhr und 16:30 Uhr von Sanur. Zurück geht es 7:30 Uhr und 15:30 Uhr.

Transfer Bali – Gilis

Gili Getaway
Gili Getaway, Abfahrtszeiten Gili Trawangan

Die Überfahrten zu den Gilis sind da wesentlich gefragter. Daher empfiehlt sich eine Buchung im Vorfeld (über entsprechende Internetseiten, ein Reisebüro oder eure Unterkunft). Über den Speedboot-Transfer zu den Gilis hört man viele Gruselgeschichten. Nach längerer Recherche haben wir uns für Gili Getaway entschieden, das zwar ziemlich preisintensiv, aber auch sehr gut und sicher ist. Das Abholen/Bringen in Hafennähe ist dafür inklusive. Für eine Strecke zahlt man 675.000 IDR pro Person. Wenn ihr nach Bali zurückkehrt, bucht gleich die Rückfahrt mit: das sind dann 1.250.000 IDR.

Sollte ihr ein ebenso gutes, aber günstigeres Speedboot finden, sagt uns gerne Bescheid.

Hier kommt ihr zu einer sehr viel günstigeren Alternative in unserem Reisekostenbeitrag: Die öffentlich Autofähre.

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Wo Hotels und Flüge buchen?

Hotels buchen wir derzeit über AirBnB, Trivago (was meist zu Booking.com führt) oder speziell für Asien – Agoda*. Wenn ihr eine tolle Unterkunft gefunden habt, vergleicht am besten unter den genannten Seiten bzw. schaut, ob der Vermieter vielleicht sogar eine eigene Seite hat – hier kann es teilweise günstiger sein, weil keine Provision im Preis steckt.

Zur Flugsuche nutzen wir meistens Skyscanner*. Auch Kayak oder Momondo haben oft gute Angebote. Vergleicht auch hier wieder. Was mega praktisch ist – am einfachsten geht es bei Skyscanner*: das Buchen von Gabelflügen. Wir sind z.B. damals von München nach Bangkok geflogen und zurück von Phuket nach München. Als Gabelflug ist dies günstiger als einzeln gebucht. 👍
Als kleiner Tipp: Wenn ihr auf größerer Reise seid und den nächsten Flug erst von eurer derzeitigen Unterkunft buchen wollt, findet raus, welche Buchungsportale in dem entsprechenden Land üblich sind. Somit könnt ihr einiges an Kosten sparen.

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Bezahlung und Geldabheben

Wenn ihr nach Asien reist, ist eine Visa-Karte das beste was ihr dabei haben könnt. An allen Ecken gibt es Geldautomaten (ATM). Das Geldtauschen im Vorfeld kostet euch höhere Gebühren und der Umrechnungskurs ist meist mies. Am besten habt ihr vielleicht zwei Kreditkarten mit, falls eine mal nicht geht oder, was man ja nicht hofft, geklaut wird. Achtet auf das jeweilige Limit der Karte und checkt im Vorfeld, wie es sich mit zusätzlichem Aufladen der Karte verhält. Mehr zu unseren ersten Erfahrungen dazu am Flughafen in Bangkok gibt es hier.
Zusätzlich haben wir immer noch ein paar Dollars dabei. Oft kann man auch damit bezahlen. Wir machen es hauptsächlich wegen Trinkgeldern. Fremdes Hartgeld (Euro) können von den Angestellten meist nicht eingetauscht werden, daher Dollar (Scheine).
Wenn ihr euch bei der Heimreise am Flughafen noch etwas kaufen wollt, lasst etwas Geld (Baht, IDR) übrig. In Bali kann man am Flughafen nämlich nur in Rupiah bezahlen. Da wir nur noch Dollars und Euros über hatten, mussten wir für etwas zu Trinken und einen Snack Geld tauschen. Der Umrechnungskurs war grauenhaft…

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Telefonieren und Surfen mit dem Smartphone

In den meisten Unterkünften gibt es gutes Wifi. So habt ihr da schon mal kein Problem beim Surfen und könnt über Whatsapp oder Skype auch mal zuhause anrufen.

 

Thailand

Außerhalb der Hotels funktionierte beides durch den Kauf einer thailändischen Sim-Karte (DTAC) ebenfalls super. Wo wir uns die Karte geholt haben, findest du hier. Aufladen könnt ihr diese z.B. in vielen SevenElevens.

 

Bali

In Bali sind wir leider nicht 100%ig schlau aus der SIM-Karten-Sache geworden. Wir hatten uns in Uluwatu eine Sim-Karte (Telkomsel simPATI) geholt. Diese war nur zum Surfen geeignet, funktionierte hierbei aber gut und war mit 7 GB in 4G-Geschwindigkeit für 3 Wochen mehr als ausreichend. Welche Simkarte man zum Surfen UND Telefonieren braucht, konnten wir leider nicht eindeutig in Erfahrung bringen. Solltet ihr dazu Infos finden oder bei eurer Reise sogar eine benutzen, sagt uns gerne Bescheid.

Dtac Simkarte
Telkomsel Simkarte

 

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Fragen zu Südostasien – Tipps für eine sorglose Reise

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