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Ich habe tatsächlich noch eine Timelapse aufgenommen

Der Tag fängt gut an. Absolut keine Wolken am Himmel 😊. Und eine Timelapse habe ich gestern Abend auch noch gestartet, da muss ich gleich mal schauen wie die geworden ist. Aha, ein wirklich schöner Sonnenaufgang, aber nachts keinerlei Bewegung weil keine Wolken da waren. Wenn man mal Wolken gebrauchen könnte 🙈.

Wir wollen ja heute im Norden ein bisschen umher fahren. Angefangen mit dem letzten Punkt von gestern, den Albacutx Wachturm. Also schnell Frühstücken und dann los. Und heute packen wir uns auch mal eine Semmel für jeden ein, dass wir unterwegs nicht hungrig werden 😅. 

So, nochmal zum Albercutx Wachturm

Etwas schade, dass es das Frühstück erst ab um 8 gibt, deswegen ist es mittlerweile schon kurz vor neun. Aber nun starten wir. Eine Stunde und 15 Minuten fahren wir nun wieder Richtung Norden hoch. Und so 20 Minuten vor dem Ziel – Wolken. Die ziehen über den Berg. Na mal schauen wie das dann von oben aussieht, vielleicht ist es ja dadurch auch ganz cool 😉.

Dann geht es kurz hinter Port de Pollença wieder die Serpentinen hinauf. Und mich regen schon wieder diese Fahrradfahrer auf. Viele fahren ja schon am Rand, aber einige sind echt so dumm und fahren mitten auf der Straße… Dann sollen die es doch bitte bleiben lassen. Das ist so gefährlich 🤦‍♂️.

Beim Parkplatz des Aussichtspunktes Mirador Es Colomer dann tief hängende Wolken. Aber hey, der Turm da oben ist im strahlenden Sonnenschein. Cool 😍. Also weiter die holprige Piste bis hoch. 

Parken ist hier echt ein Krampf

Das Auto ist echt nichts für steile Strecken – eigentlich auch nicht wirklich für ebene Straßen. Bergab könnte es aber gerade noch so taugen 😅. Oben angekommen erstmal einen Parkplatz suchen. Leider sind es mal wieder deutsche, die sich so dämlich hingestellt haben, dass auf einen Platz für locker 7 Autos gerade einmal 4 Autos passen 🤦‍♂️. 

Nach ein wenig hin und her und sehr nahe an dem Auto des einen parken geht es dann aber. Wie blöd die dann immer schauen und dass ja nichts an deren Auto kommt… Und dann ganz beschämt wegschauen als Nadine und ich aussteigen und uns aus Spaß laut darüber unterhalten, ob derjenige, der so parkt wirklich einen Führerschein hat 😂. 

Die Wolken ziehen über den Berg

Dann geht es nochmal ein paar Stufen hinauf bis zum Wachturm selbst. Trotz Wanderschuhen – mit denen ich in Island auf nassen Felsen 100 prozentigen Halt hatte – müssen wir aufpassen. Die Steine in den Stufen sind so abgelaufen, dass wir beide fast weg rutschen. Krass, wie viele Leute hier über die Jahre so hoch gelaufen sein müssen.

Aber dann bietet sich uns ein Anblick, der schöner nicht hätte sein können. In Richtung des Aussichtspunktes von gestern sind die Wolken, die langsam den Berg herauf steigen. In die andere Richtung können wir dafür sehr weit schauen. Ein wenig diesig am Horizont, aber dieser Kontrast zwischen den beiden Seiten ist der Hammer. 

Nach den ersten paar Bildern laufen wir erstmal ein paar Meter auf dem Kamm des Berges entlang. Bis kurz vor dem Punkt, wo der Berg wieder abfällt. Von hier aus haben wir einen tollen Blick auf eine Senke, wo die Wolken durchziehen. Da muss ich unbedingt einen Zeitraffer aufnehmen 😊.

Man kann sogar auf den Turm hoch

Nach 10 Minuten gehen wir dann wieder zurück zum Turm. Da kommt man hoch. Nur ist das nicht so leicht. Es sind nur Eisen in der Wand, an denen man wie auf einer Leiter bis zu einem Einstieg in den Turm klettern muss. Ungefähr 7 Meter. Nadine bleibt lieber unten, nicht dass sie noch abrutscht. Zumal sie eben erst etwas Sonnencreme aufgetragen hat und deswegen die Hände noch etwas rutschig sind.

Ich will es aber wissen und klettere die Sprossen hoch. Nur mit der GoPro, mit dem Backpack wäre das nicht so leicht. Beim Einstieg dann merke ich, dass das für meine Größe etwas unpraktisch ist. Naja, es geht. Innen geht dann nochmal eine zweite solche Sprossenleiter hoch. Hier sind aber die Abstände komplett unterschiedlich…

Oben dann der Hammer. Ein 360 Grad Blick den ich nie vergessen werde 😍. Die Wolken, wie sie sich über den Berg schieben und dann in der riesigen Bucht zergehen und dabei dann noch die Berge der Halbinseln – oder wie man das genau auch nennt – mit leichtem Nebel. Einfach Atemberaubend. Gut, dass ich die GoPro mit hoch genommen habe 😊.

Erstmal Einkaufen

Nach guten 10 Minuten meldet sich Nadine von unten. Ob wir weiter können, die Sonne brennt schon so arg. Und ja, das tut sie wirklich. Mir läuft der Schweiß von der Stirn, mal sehen ob man das auf den Videos dann sieht 😅. Nun aber erstmal wieder runter kommen. Der obere Teil ist nicht so problematisch. Aber erstmal den Haltegriff dann bei den 7 Meter Sprossen zu ertasten… Katastrophal 🙈. Aber ich hab’s geschafft. 

Dann geht es wieder den Berg runter. Auf Richtung Polleriça, also der Stadt. Dort haben wir in Maps einen Lidl gesehen, da wollen wir nochmal schnell was zum Knabbern für unterwegs kaufen.

Auf der Suche nach der Einfahrt zum Parkplatz kommen wir an einer Tankstelle vorbei. 1,84€, das sollten wir nutzen. Der Tank ist schon nur noch halb voll. Aber das machen wir nach dem Einkaufen. Also rein in den Lidl. Letztendlich kaufen wir ein kleines Eis – den Göffel habe ich ja immer dabei – Kekse, Wasser und Kaba für mich unterwegs. Ein guter Kaffeeersatz 😅. 

Dann geht es Tanken. Und ehe wir mit dem Automaten zurecht kommen kommt schon ein Angestellter und hilft uns. Und tankt sogar für uns 😅. Echt freundlich 😊. 

Ups, falsch abgebogen

Wir haben aber nicht zufällig Polleriça zum Einkaufen ausgewählt, nein. Wir haben hier auch ein paar Punkte in der Karte gesetzt. Zum einen eine alte römische Brücke und dann noch die Kapelle auf dem Berg hier. Also Parkplatzsuche. 

Und Schwupps, da bin ich falsch abgebogen. Das Einbahnstraßennetz zwingt uns einmal komplett durch die Innenstadt hindurch zu fahren. Dann kommen wir auf der anderen Seite wieder heraus. Alles klar, das versuchen wir nochmal. Und kurz bevor ich wieder von der Hauptstraße aus abbiegen möchte, fällt Nadine ein Parkplatz auf. Super, den nehmen wir. Da laufen wir den Rest lieber 😅.

Die Kavalierberg Kapelle und eine alte römische Brücke

Vom Parkplatz aus geht es in die kleine Stadt hinein. Direkt über die alte römische Brücke – praktisch 😅. Also dann jetzt noch hinauf zu der Kapelle. 

Ein Paar Meter hinter der Brücke kommt ein wirklich kleiner Park. Hier gibt es sogar einen Trinkwasserspender – praktisch. Dann geht es einige Treppen hinauf und dann eine Straße weiter. Und das bei der Hitze und Sonne 🥵. 

Nach 15 Minuten haben wir es dann geschafft, wir sind an der Kapelle angekommen. Und die ist wirklich schön 😊. Und der Blick den anderen Aufgang aus der Stadt heraus hinunter, einfach toll hier. Nach ein Paar Minuten entschließen wir uns auch, diesen Abgang jetzt langsam hinunter zu gehen und nochmal ein schönes Bild von unten nach oben zu machen. Und während wir so hinunter laufen – kleine Ziegen an der Seite 😅.

Ich will doch nur ein schönes Foto

Einige Stufen weiter unten dann möchte ich ein schönes Bild machen. Also warten, bis möglichst wenige Leute auf der Treppe sind. Und das dauert. Dann ist es endlich soweit, ein Pärchen hat seine Fotosession endlich beendet. Und was macht der Kerl, statt einfach weiter neben seiner Frau an der Seite hinunter zu laufen? Läuft mir direkt vor die Linse und schneidet Grimassen… Der dachte vermutlich auch noch dass er lustig ist. Was ein Trottel, also noch dümmer kann man fast nicht sein. 

Dann steht oben ein anderer und möchte ein Foto runter machen. Der ist da hoch gerumpelt und hat seine Freundin einfach hinter sich gelassen… Oh man. Ich sag noch so zur Nadine „Der steht jetzt definitiv auch mit Absicht seit einer Minute mitten auf der Treppe“, da kommt ein beschämter Blick von seiner Freundin zu mir, die noch auf unserer Höhe ist 😅. 

Aber dann klappt es endlich. Wenige Leute und ein schönes Motiv 😊. Man braucht nur Geduld und dann wird das schon 😉.

Nun heißt es erstmal lange fahren

Der nächste Punkt auf der Karte ist jetzt rund 1,5 Stunden entfernt. Die kleine Bucht Torrent de Pareis/Sa Calobra. Aber die Straße durch die Berge ist herrlich. Wir kommen mittelmäßig voran, aber haben immer wieder einen schönen Ausblick und die Natur ist der Hammer. Aber die Fahrradfahrer – wenigstens fast ausschließlich auf der Gegenfahrbahn – sind nervig. Tut mir Leid, aber ich kann es nicht anders sagen. Fahren nebeneinander, zwingen die Autofahrer zu riskanten Überholmanövern und bleiben mitten in Kurven stehen.

Dann kommen wir zu der Kreuzung, wo es zu der Bucht weg geht. Hier steht ein riesiges Viadukt über der Straße. Cool, mal schnell anhalten und ein Foto machen. Und da kommen aus der Richtung, in die wir wollen, plötzlich zwei Tui Busse… Ach nö, karren die echt massenhaft Touristen da runter?

Wir fahren weiter. Eine sehr kurvige und enge Straße führt den Berg hinauf. Am höchsten Punkt ist dann eine Brücke, über die wir erst drüber fahren und dann in einer 270 Grad Schleife drunter durch. Hier halten wir auch nochmal an. Den Punkt hatten wir uns sogar markiert 😅.

So macht das keinen Spaß

Dann führt uns eine Serpentinenstraße hinab ins Tal. Radfahrer sind hier aber noch das kleinste Problem. Es kommen auf der engen Straße Busse entgegen. Zwei Mal ist er in der Kurve einfach dann mitten vor uns gestanden. Gerade noch so gebremst 🙈. Und beide Male drei Busse hintereinander. Uns schwant schon, was da unten los sein wird.

Der Ausblick ist echt toll hier. Dafür lohnt es sich schon hier her zu fahren. Aber als wir unten ankommen, ein riesiger kostenpflichtiger Parkplatz, der auch noch fast voll ist. Alles klar, das lassen wir. Wir wollten entspannt kurz ins Wasser springen, nicht uns durch Menschenmengen zwängen. Und dann sind da ja noch die ganzen Fahrradfahrer, die wir nicht mal sehen. Also Kehrt und wieder zurück.

Nächster Stopp, Stausee

Als wir dann wieder die Serpentinen hoch gefahren sind halten wir an unserem nächsten Punkt, einem Trinkwasserstausee. Echt schade, dass die Menschenmengen in so kleine Idyllische Buchten mit Bussen hin gekarrt werden. Das muss eigentlich nicht sein 😕.

Aber dafür ist der Stausee schön. Aber jetzt auch nicht so spektakulär. Also weiter. Dann kommt ein zweiter Stausee und hier kann man drum herum wandern. Aber da es schon halb 5 ist und wir noch etwas weiter wollen lassen wir das mit dem Wandern mal lieber. Aber schön ist es hier.

Der Leuchtturm von Port de Sóller

Wir wollen noch nach Sóller. Aber zuerst fahren wir nach Port de Sóller zum Leuchtturm, den Far del Cap Gros. Der Weg bis dahin geht weiter durch die Berge, vorbei an Olivenplantagen. Schön, wie sie hier die Terrassen angelegt haben, sodass die Olivenbäume auf kleinen ebenen Flächen stehen 😊.

Dann fahren wir durch Sóller nach Port de Sóller. Kurz vor dem Hafen biegen wir links ab und es geht eine schmale Straße bis zum Leuchtturm. Und direkt unterhalb vom Leuchtturm gibt es einen Parkplatz – perfekt. Wir sind durch das fahren schon echt KO und Nadine hat schon wieder leichte Kopfschmerzen. Da sind weite Wege nicht mehr so einfach.

Der Ausblick vom Leuchtturm aus in den Hafen ist echt schön. Auf der Anderen Seite der Bucht steht wieder ein Wachturm – den hatten wir auch markiert – aber den lassen wir lieber aus. Auch den Hafen selbst skippen wir. Da laufen wir lieber noch eine Stunde durch die Stadt Sóller selbst. Die soll richtig schön sein.

Ab durch die Altstadt von Sóller

Na dann, fahren wir mal nach Sóller und suchen einen Parkplatz. Und das gestaltet sich schwieriger als gedacht. Klar, die Stadt ist ein Touristenmagnet. Deswegen sind Parkplätze erst recht Mangelware. Aber wir finden noch einen, eine Stunde für einen Euro. Das geht in Ordnung. Dann laufen wir in die Stadt rein. Und die Altstadt hat es in sich. Enge Gassen, viele kleine Geschäfte und dann kommen wir zum Marktplatz mit einer riesigen Kirche. Fotos, Fotos und noch mehr Fotos 😅.

Leider hat die Kirche schon zu. Also eigentlich nicht, die sollte noch eine halbe Stunde geöffnet haben, aber die lassen keinen mehr rein 🤦‍♂️. Es werden nur noch Leute heraus gelassen und hinter jedem einzelnen geht direkt die Türe wieder zu. Blöd…

Dann laufen wir noch ein wenig die kleinen Gassen der Altstadt ab. Wir sind echt begeistert von der Stadt, Nadine weniger wegen den Kopfschmerzen, aber an sich auch. Und ja, die Altstadt lohnt es sich anzusehen, definitiv.

Wir treten den Rückweg an

Jetzt ist es halb 7, das Navi sagt 1,5 Stunden bis zum Hotel. Das passt. Die fahrt geht erstmal raus aus Sóller und dann in Richtung Palma. Und dann auf eine Autobahn. 120, das Auto ist damit aber auch echt am Ende 😅. Wenigstens gibt es auf der Autobahn keine Fahrradfahrer. Die haben mich heute teilweise echt so richtig aufgeregt…

Nach 1,5 Stunden sind wir dann auch wieder am Hotel. Die fahrt ging zum Schluss auf ewig langen geraden Straßen mit Steinmauern rechts und links von uns. Dahinter private Anwesen und viele viele Oliven- und Obstbäume. Nun ist erstmal Abendessen angesagt. Morgen wird’s entspannter, da machen wir eher in den Süden und klappern paar Strände ab. 

Jetzt, nach dem Duschen geht es Nadine auch besser, aber Müde ist sie von den Kopfschmerzen. Also heute auch kein Hafen bei Nacht 😅🙈. Aber vielleicht morgen, wenn der Tag entspannter ist 😊.

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