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Habt ihr Lust auf ein wenig asiatisches Flair und wollt nicht erst mehr als 10 Stunden im Flieger sitzen? Dann schaut einfach mal in dem kleinen bayrischen Ort Wiesent vorbei. Hier findet ihr ein kleines Stück Asien inmitten von Bayern im Nepal Himalaya Park.

Was ist das denn überhaupt?

Der Nepal Himalaya Park ist ein wunderschön angelegter, 9 Hektar großer Park mit vielen liebevollen Details in der Bepflanzung und Gestaltung. Neben der Bepflanzung die mit über 6000 verschiedenen Pflanzenarten aus einheimischen und typischen asiatischen Pflanzen in Deutschland schon außergewöhnlich ist, kommen noch viele kulturelle Einflüsse aus Asien in Form von Kunstwerken und einem recht großen nepalesischem Tempel hinzu. 

Die Bereiche des Parks

Der Park unterteilt sich in mehrere Bereiche, die immer wieder erweitert und verändert werden. Orientiert euch am besten am Parkplan, dann verpasst ihr auch nichts 😉

Großer See und Heidegarten

Direkt nach dem Eingang gelangt man zu einem wunderschönen großen See, von dem aus man auch einen tollen blick auf einen Heidegarten hat. Schon hier kommt ihr vorbei an einigen sitzenden und liegenden Buddha-Statuen. Also haltet die Augen auf 😉

Shangri La

Eigentlich ist das ein Synonym für einen Ort in Tibet, in dem die Menschen friedlich und harmonisch zusammenleben. Quasi eine Art Paradies bzw. Rückzugsort. Und genau hierher führt euch der weitere Weg im Park. 

Die kleinen Bauwerke sind aus Holz  aufgebaut und mit vielen Schnitzereien verfeinert. Ich vermute mal, dass es sogar echtes Holz aus der tibetanischen Region ist – aber das weiß ich leider nicht genau.

Japan Garten und Koi Teich

Dem Weg einfach weiter folgend kommt ihr am japanischen Garten vorbei, der mit seiner schönen Einfassung aus Pflanzen und Steinen irgendwie eine eigene Ruhe ausstrahlt.

Noch ein Stückchen weiter kommt ihr dann zum Koi Teich. Hier kann – wer sich traut – über die Steine im Teich gelaufen werden. Aber plätschert nicht im Wasser herum, das stresst die armen Kois.

Deutschland - Wiesent - Nepal Himalaya Park - Koi Teich

Clocken aus Myanmar

Nach dem Koi Teich geht es weiter in Richtung des Tempels. Dabei kommt ihr an kleinen Wasserläufen vorbei, wo das Wasser von einem steinernen Becken in das nächste plätschert. Einfach traumhaft schön 😍

Wenn ihr den kleinen Pfad links von euch nehmt, dann kommt ihr noch an einer Statue der Schlangengöttin vorbei. 

Und dann steht man vor drei großen aufgehängten Glocken. Diese stammen aus Myanmar. Genaueres habe ich dazu aber leider nicht in Erfahrung bringen können.

Die Hauptsehenswürdigkeit – Der Pavillon

Ein paar Meter weiter kommt ihr dann zu dem nepalesischem Tempel, der eine ziemlich beeindruckende Größe hat. Ich war zumindest sehr überrascht 😅

Deutschland - Wiesent - Nepal Himalaya Park - Pavillon Lense Ball

Ursprünglich wurde der Tempel für die Expo2000 direkt in Nepal aus dem Hartholz des Salbaums gefertigt. Die zahlreichen feinen und detailreichen Schnitzereien wurden von über 800 Familien in mehr als drei Jahren handgefertigt. 

Nach der Expo wurde der Tempel dann in Hannover abgebaut und originalgetreu hier in Wiesent wieder aufgebaut. 

Der Tempel wird eigentlich als Pavillon bezeichnet, da er im Gegensatz zu einem echten Tempel keine religiöse Stätte darstellt. Vielmehr ist er mit seinen Einflüssen aus einer buddhistischen Stupa und einem hinduistischen Tempel eine Verkörperung von Frieden, Harmonie und Toleranz. Als Zeichen für den interkulturellen und religionsübergreifenden Zusammenhalt.

Übrigens, ein Besuch lohnt sich besonders im Frühjahr, denn dann ist der Tempel eingefasst von der Nationalblume Nepals – dem Rhododendron. 

Der Tempel – oder Pavillon –  fasst einen künstlich angelegten See in der Mitte ein, an dessen Rand man sich ein gutes Stückchen niederlassen kann. Am besten holt ihr euch vorher noch einen echten nepalesischen Tee oder Kaffee an dem Kiosk einige Meter weiter und genießt diesen dann hier. Die Tasse mit dem aufgedruckten Bild kann man dann auch behalten 😉

Eigentlich gibt es in dem Tempel noch eine obere Etage, in die man hoch kann. Hier findet man zwei große Gongs – ist das die Mehrzahl von Gong? 😅. Genutzt wird das ganze auch in speziellen Veranstaltungen zur Meditation und Entspannung. 

Als ich da war, war die Etage leider abgesperrt. Aber sollte sie offen sein: Schaut bitte, dass die Kinder da nicht die ganze Zeit gegen den Gong klopfen. Das zerstört die idyllische Ruhe 😉

Tempelchen und Gebetsmühlen

Vom Pavillon aus geht es beim Kisok rechts Richtung Ausgang – das ist einer von zwei Ausgängen. Hier Kommt ihr noch an einem kleinen Tempelchen und an Gebetsmühlen vorbei. 

Chinesischer Garten

Wenn ihr von Pavillon aus beim Kisok links hinab geht, kommt ihr in den chinesischen Garten. Geht den Weg hinab bis zum chinesischen Ehrentor (das ist der zweite Ausgang). Auf dem Platz links neben dem Tor findet ihr mehrere kleine Glocken in der Wand eingefasst und eine große freistehende Friedensglocke. Die 6 kleinen Glocken sind übrigens Nachbildungen der ältesten Glocken der Welt, die man in Peking im Glockenmuseum finden kann.

Auch hier: Bitte passt ein bisschen auf eure Kinder auf. Ich wollte mich ein paar Minuten hinsetzten und die über Lautsprecher eingespielten Glockenklänge lauschen, konnte es aber nicht. Die Kinder von zwei Elternpaaren haben ohne unterlass über mindestens 15 Minuten wild gegen die Glocke geschlagen und die Leute sind zum Teil genervt gegangen. Es ist nicht schlimm wenn die Kinder das ein paar Mal machen, aber es muss nicht so lange sein, denn das nimmt die Ruhe in dieser schönen Umgebung.

Von hier weg kommt ihr dann zu einer Steinbrücke, vor der auf der rechten Seite ein Tee-Pavillon steht. Auch wieder ein wunderschöner Ort um sich ein paar Minuten hinzusetzen und zu genießen 😉

Ein Stück weiter kommt man dann zu einem Kräutergarten in Spiralform, der zahlreiche Duft- Kräuter- und Heilpflanzen beherbergt.

Der Bereich Brücken verbinden

An den chinesischen Garten schließt der Bereich Brücken verbinden an. Da ich mir zuvor etwas zu viel Zeit gelassen hatte, konnte ich hier nicht mehr hin. Deshalb werde ich im Frühjahr zur Rhododendronblüte nochmal hier vorbei schauen und mir den Teil dann ebenfalls mit ansehen. In diesem Teil des Parks gibt es nämlich noch einiges zu sehen 😉. 

So gibt es neben einer Baumstammbrücke auch eine japanische Brücke, eine mit Wasser betriebene Gebetsmühle und eine gewebte Bogenbrücke, die in traditioneller chinesischer Handarbeit entstanden ist.

Unter dem Motto „Brücken verbinden“ verbirgt sich übrigens das friedliche zusammenleben verschiedener Kulturen. 

Anfahrt und Parken

Der Park befindet sich am Rande des Bayrische Waldes, zwischen den beiden Römerstädten Regensburg und Straubing. Auch die Donau und die Walhalla sind nicht weit entfernt.

Perfekt also, um einen schönen Tagesausflug zu machen und gleich ein bisschen mehr zu entdecken.

Parken könnt ihr auf den beiden ausgewiesenen Flächen direkt an der Straße, insofern hier noch etwas frei ist. Der Hauptparkplatz kostet 2€, der Waldparkplatz ist kostenfrei.

Teilweise parken die Besucher aber aufgrund der überfüllten Parkplätze dann an der Straße oder ein paar Meter weiter an den Waldwegen. Achtet hier aber bitte darauf, dass andere Fahrzeuge dann noch durch kommen 😉

Karte

Eintrittspreise und Öffnungszeiten 

Der Park kostet pro Person 10€ Eintritt Für Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren, 2€ Für Kinder ab 6 Jahren.
Das mag zwar etwas teurer sein, aber meiner Meinung nach total gerechtfertigt, da der Park mithilfe dieses Geldes gepflegt und ständig erweitert wird. 

Geöffnet hat der Park prinzipiell nur im Sommer zwischen Mai und Oktober an den folgenden Tagen und Zeiten:
• Samstags, Montags und an Feiertagen zwischen 12:30 und 18 Uhr
• Sonntags zwischen 12:30 und 19 Uhr

Der Einlass in den Park geht nur bis zu einer Stunde vor Parkschließung. Also kommt rechtzeitig 😉

Unter der offiziellen Website des Parks könnt ihr euch auch über Veranstaltungen und geführte Touren informieren.


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