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Reiseberichte


Island - Westen der Insel - Markierung

Immer diese Reiselust 😉

Also gut, seit Malaysia sind 7 Wochen vergangen und ich bin schon wieder auf dem Weg, also ich sitze gerade im Flieger😅. Ich mag es einfach in der Welt unterwegs zu sein. Die verschiedenen Kulturen erleben, die Leute eines Landes kennenlernen und die Natur entdecken. 

Nun geht es aber mal wieder in eine andere Richtung – nach Island. Das war zwar so gar nicht geplant, aber wieso nicht?

Ursprünglich hatte ich eigentlich ein Ziel weiter südlich im Sinn, genauer gesagt Griechenland. Nachdem aber die Flüge immer teurer wurden bin ich dann auf Kroatien umgeschwenkt. Aber auch hier gibt es mit den Flügen so einige Tücken: es gingen keine bezahlbaren (also verhältnismäßig günstigen) Flüge direkt von Nürnberg oder München aus nach Kroatien.

Kurzfristige Planänderung und Ändern der Packliste

So ist es Kurzfristig – also sehr sehr kurzfristig 😅 – Island geworden. Hier hat mich der Flug „nur“ rund 300€ gekostet, was laut Kollegen und Bekannten recht günstig sein muss 😁

Ich habe mir in den paar Tagen vor Abflug natürlich auch noch GoogleMaps Punkte gesetzt, sodass ich einiges zum anschauen habe. Dann noch einen Mietwagen dazu und die Unterkunft für die erste Nacht. Und das muss erstmal reichen, alles weitere dann vor Ort 😁

Und ich musste auch meine bisherige Packliste anpassen – auf eventuell schlechteres Wetter und 10 Grad. Also weniger Shirts und dafür zwei Pullis, eine dicke Strickjacke und meine alte Wind- und Regenjacke von der Nordsee.

Ach ja, ich musste mir auch auf die schnelle noch ein paar halbwegs ordentliche Wanderschuhe holen, denn mit meinen normalen Tretern komm ich bei Regen nicht weit, wenn ich etwas umherwandern werde. Und FlipFlops hab ich gleich mal ganz weggelassen 😅

Ich packe meine Sachen

Hab ich schon erwähnt, dass ich nur mit Handgepäck reise? Das macht das ganze mit den Klamotten und der Technik nochmal viel interessanter beim Packen 😂. Da ist Tetris als Qualifikation echt notwendig.

Aber ich hab dieses Mal wieder einen anderen Rucksack, den 2in1 Travelpack von Tatonka. Da passt einiges rein – ca. 40 Liter. Und so muss da Drohne, Kamera, Notebook, Klamotten… einfach alles rein 😅

Das Gute ist, ich darf ein zweites Handgepäckstück mitnehmen. Eine kleine Umhängetasche. Darin verschwindet auch noch ein bisschen was wie Unterwäsche und das Stativ.

Wisst ihr noch…

wie ich mich bei den anderen Flügen über die Touris immer aufregen kann? Wenn sie sich hineindrängen in das Flugzeug und alles an Platz belegen was geht…

Endlich ist es mal nicht so. Ich kann’s selbst kaum glauben, aber alle waren ruhig, haben gewartet und fast niemand hatte zu viel Handgepäck mit. Wow.

Und auch wenn auf diesem 4 Stunden Flug kein Essen dabei ist (haha, hab meine eigenen Cracker mit 😋) ist zumindest das Trinken inklusive. 

Hallo Island

Endlich gelandet. 4 Stunden Flug und zwei Stunden Zeitverschiebung. Jetzt erstmal ein bisschen Bargeld holen und dann durchfragen wo die Mietwagenstation ist. Nach kurzem hin und her finde ich den Punkt, wo ich auf den Shuttlebus warten muss 😁

An der dritten Station muss ich aussteigen. Nur ist irgendwie nicht gekennzeichnet, wann welche Station kommt… ein anderer Passagier drückt einfach mal den Stopp-Knopf im Bus und siehe da, wir sind scheinbar schon bei Station zwei 🤦‍♂️

Ich drücke also direkt nach dem losfahren um Sicher zu gehen, dass ich richtig aussteigen werde. Der Bus hält und ich sehe schon meinen Vermieter, also das Unternehmen.

Nach ein paar Erklärungen zu den Mietbedingungen, dass ich sogenannte F-Roads nicht fahren darf und ein paar Unterschriften erhalte ich den Schlüssel für meinen… Hyundai i10 😂. Einen weißen kleinen Flitzer mit einigem an Ausstattung.

Also los zum Hostel, meinem ersten Übernachtungs-Homestay. Einchecken, Sachen auspacken und dann nochmal los zum Essen organisieren.

In einem kleinen Supermarkt, der der letzte ist, der um diese Zeit noch offen hat, finde ich ein Sandwich, Kaba und Kekse. Das reicht für heute und morgen früh erstmal.

Tag 2 – 400 Kilometer

Auf geht’s – Roadtrip time

Heute beginnt er, der Roadtrip durch Island. Ich habe mir einige Ziele markiert und die heißt es nun abzuklappern :). Mein erstes Ziel auf meiner Karte: Die Spalte zwischen den Kontinentalplatten. Das Wetter passt soweit, noch keine Sonne aber besser als erwartet – keinen Regen 😉 . Also ab ins Auto und los.

Schon nach wenigen Kilometern sehe ich: Die Motorkontrolllampe brennt 🙈. Hmmm… was soll’s, erstmal zu den ersten Sehenswürdigkeiten und dann fahre ich zur Mietwagenstation. Die kann ich mit einem kleinen Umweg von ca. 30 Minuten noch gut anfahren.

An der Kontinentalspalte angekommen bin ich überrascht. Keine Touris da. Also kann ich schön für mich allein das Umfeld genießen und einige schöne Bilder machen. Dann geht’s auch schon weiter zur Blue Lagoon. Der wohl bekanntesten und überlaufensten heißen Quelle in Island. Und die ist so teuer… deswegen laufe ich nur außen herum und bewundere die wahnsinnig hellblauen Seen.

Dann geht es auf zur Mietwagenstation. Eine angestellte setzt sich kurz ins Auto und checkt, dass ich keinen Schmarrn erzähle und dann soll ich nur noch kurz auftanken. Der Austausch des Mietwagens geht sonst problemlos und einfach. Noch zwei Unterschriften und gut ist’s. Schon kann ich weiter fahren.

Einkaufen in Island

Bevor es zu meinem nächsten Ziel geht muss ich gleich mal einkaufen. Da ich gerade an einem großen Supermarkt vorbei fahre, bietet sich das an.

Drinnen entscheide ich mich dann für eine 1kg Packung Spaghetti, Tomatensauce und Käse :). Das reicht für die nächsten Tage als Abendessen definitiv :D. Noch Toast und Eier fürs Frühstück und dann kann’s auch schon weiter gehen.

Von der Straße auf die Schotterpiste

Mein nächstes Ziel auf meiner Route ist der Kleifarvatn See, bzw. ein Aussichtspunkt hier. Allerdings staune ich nicht schlecht, als die geteerte Straße plötzlich endet und nur noch ein Schotterweg weiter geht. Was soll’s, das wird sich schon so gehören 🙂

Angekommen, bietet sich mir ein wunderschöner Blick mit dem passenden Mix an Sonne und Wolken. Der See ist echt traumhaft. Der kleine Umweg hat sich gelohnt. Dann geht es auch schon weiter mit dem Fahren und den Schotterpisten.

Ich hatte mich für einen Vulkan hier in der nähe entschieden, der an eben dieser Schotterstraße liegen soll… blöd nur, dass ich da nicht rauf komme geschweige denn überhaupt nur hin. Während ich so am Straßenrand stehe und überlege Google ich gleich mal mit wegen dem Vulkan. Der ist nur mit einer überteuerten Führung zu besichtigen… nein, danke :D. Also weiter.

Ein ganzes Stück zu fahren

Mein nächster Stopp ist ein ganzes Stück weit hin. Ca. eine Stunde zu fahren – der Thingvellir Nationalpark bzw. der Öxarárfoss Wasserfall. Und das ist der erste hier auf meinem Roadtrip. Ich habe schon gehört, dass die meisten Wasserfälle und Bäche allgemein wenig Wasser haben müssen, weil es kaum geregnet hat und der Sommer auch schon fast herum ist. Aber davon lasse ich mich natürlich nicht bremsen 😉

Der Öxarárfoss Wasserfall ist ein wunderschöner Wasserfall. Ich musste zwar ein wenig den Berg hinauf laufen, aber das ist alles kein Problem. Schlimmer: jede Menge Touris… Also klettere ich auf den Steinen im Wasser auf die andere Seite des Flusses und mache von da aus meine Bilder 😉

Dann geht’s weiter, der Menschenmenge entfliehen. Ab zum Þórufoss Wasserfall. Und der ist echt groß. Wenn das jetzt wenig Wasser sein soll, dann will ich den mal mit viel Wasser sehen 🙂

Da mir der Weg bis ins Tal hinein und noch bis zum Wasserfall hin etwas zu weit erscheint, zücke ich kurzerhand meine Drohne und lasse sie den Weg für mich fliegen 😀

Weitere Wasserfälle

Dann geht’s auch schon weiter. Über die Fossarétt Wasserfälle bin ich auf dem Weg zu dem Botnsdalur Wanderweg, denn hier müssen auch nochmal einige Wasserfälle sein – Zumindest laut Google.

Was ich nicht wusste: es gibt einiges zu Wandern. Gut dass ich meine Wanderschuhe habe :D. Ich laufe den Weg entlang und komme zu einer kleinen Höhle. Und es fängt das Regnen an. Und in diesem Moment denke ich daran, wie ich meine Regen- und Windjacke auf dem Rücksitz liegen habe…

Als es dann 10 Minuten später langsam aufhört gehe ich weiter. Über einen Stamm, der als Brücke über den Fluss dient und dann steil bergauf. So zieht es sich noch ein Stück hin und dann sehe ich sie: die Wasserfälle. Und ich finde nicht, dass sie zu wenig Wasser haben 😀

Knappe 10 Minuten bestaune ich dieses Stück Natur und genieße das Rauschen und mache mich dann auf den Rückweg, bevor es wieder mit Regnen anfängt. Zurück am Auto muss ich feststellen, dass ich gute 2,5 Stunden unterwegs war. Also muss ich mich jetzt etwas sputen.

Island - Botnsdalur - Westisland - Wasserfall - Schlucht

Es dampft und raucht überall

Auf meinem weiteren Weg in Richtung meiner Unterkunft fahre ich noch an zwei weiteren Zielen vorbei. Eins davon ist Deildartunguhver, heiße sprudelnde Quellen. Aber schon auf dem Weg dahin stelle ich fest: Hier raucht es aus dem Graben. Da muss ich doch direkt mal anhalten.

Nachdem ich den Graben inspiziert habe und auch mal kurz meine Hand hinein gehalten habe bin ich fasziniert. Hier fließt extrem heißes Wasser einfach einen Graben entlang. Einfach so. Ich konnte meine Hand nur kurz hinein halten, weil es so heiß war. Wahnsinn.

Ein kleines Stück weiter bin ich dann auch schon an den Quellen. Hier dampft es noch viel mehr. Ein Schild warnt, dass man nicht hinein fassen soll, denn es ist zwischen 80 und 100 Grad heiß – einfach so aus der Erde. Und das dauerhaft… Unglaublich.

Was mir auch direkt auffällt – oder besser in die Nase fährt: ein beißender und stinkender Geruch. Nach Faulen Eiern bzw. nach Schwefel. Das riecht so übel… Hätte ich nie so gedacht. Aber ich muss mich entscheiden, ob ich mich in den leichten aber kalten Nieselregen stelle oder in den stinkenden aber dafür warmen Dampf. Ich hab mich für zweiteres entschieden 😀

Schon nach wenigen Minuten sind meine Haare ganz nass vom Dampf, aber es ist gerade schön warm. Dann muss ich aber auch schon wieder weiter, denn ich habe noch den kleinen Glanni Wasserfall auf meinem Plan.

Irgendwo hier muss doch meine Unterkunft sein

Nachdem ich dann noch bei dem kleinen Wasserfall war fängt es das regnen an. Ich muss allerdings auf dem Weg zu meiner Unterkunft wieder über die Schotterpisten fahren. Echt unangenehm, denn das Auto springt nun nicht mehr, sondern schlittert auch ein bisschen.

Was mir am Anfang des Weges auffällt: ein blaues großes Schild auf dem viele Straßen und Abzweigungen zu sehen sind. An den einzelnen Abzweigungen befinden sich die Namen. Das sind die Namen der Höfe die dort gebaut sind.

Ich lasse mich einfach mal von meinem Navi weiter leiten und stehe vor einem Pferdezaun. Also die Bänder, auf denen normalerweise Strom ist. Hmmm… ich fahr einfach mal drüber. Dann geht’s auch schon Links weg, aber da ist wieder so ein Band. Und ein Auto kommt mir zügig entgegen gefahren und hält neben mir an. Ob die mich jetzt wohl zusammen scheißen wollen, weil ich einfach drüber gefahren bin?

Wie es sich herausstellt ist es die Vermieterin des Homestays und sie zeigt mir, wo genau sich das Gebäude befindet. Und sie hilft mir auch noch über die Absperrung zu kommen 😀

Bin ich hier etwa allein?

Am Haus angekommen kann ich meinen Schlüssel der Schlüsselbox entnehmen. Drinnen gibt es eine Küche, ein Bad, ein Wohnzimmer und drei Schlafräume. Aber scheinbar sind alle anderen Schlafräume leer. Scheinbar bin ich der einzige Gast heute 🙂

Nach dem Duschen mache ich mich ans Kochen. Die Spaghetti sind schnell gekocht und die Soße ebenso schnell aufgewärmt. Und dann lasse ich mir es schmecken.

Als ich gerade so am Abspülen bin kommt ein weiteres Auto gefahren. Scheinbar bin ich doch nicht allein. Ein Pärchen kommt herein, beider sagen eher Nuschelnd „Hi“ und das wars. Na gut, dann niemand zum erzählen 😀

Wo geht’s als nächstes hin?

Jetzt hab ich nur noch drei Sachen zu tun: Unterkunft für die nächsten Tage suchen, die morgige Route grob planen und schlafen 🙂

Heute bin ich allein schon 400 Kilometer gefahren. Das ist echt viel und mit dem kleinen Hyundai i10 merkt man die auch… Nachdem die Unterkünfte gefunden sind geht ich auch direkt ins Bett, ich muss morgen schließlich einiges schaffen 🙂

Tag 3 – 330 Kilometer

Der frühe Vogel und so weiter

Da heut wieder einiges auf dem Plan steht, vor allem an Kilometern, ist zeitiges Aufstehen angesagt. Deshalb klingelt mein Wecker schon ein kleines bisschen vor halb 7. Und es ist schon komplett hell draußen. Also aufstehen und Frühstück machen – Toast mit Spiegelei.

Aber halt, sägt da wer? Oh, die Mitbewohner von gestern schlafen noch. Da scheint der Kerl doch extrem laut zu schnarchen. Und ich dachte, das Geräusch kommt von draußen 😀

Dann geht’s auch schon los, einkaufen und Tanken. Der kleine Flitzer hat schließlich mehr als die Hälfte vom Tank für die 400km von gestern gebraucht. Glücklicherweise liegt das direkt auf dem Weg in Richtung des Snæfellsjökull Nationalparks.

Und der geht natürlich wieder über so eine holprige Schotterstraße. Aber diese ist im Vergleich zu der ein oder anderen gestern echt super glatt gefahren und so komme ich mit 70 km/h bis 80 km/h gut voran. Dabeikomme ich vorbei an richtig tiefen Canyons mit leider viel zu wenig Wasser drin. Dennoch sind sie beeindruckend. Da muss ich einfach anhalten und schauen :).

Island - Westisland - Schotterweg

Der frühe Vogel und der noch geschlossene Supermarkt

Nun, nach knapp 1,5 Stunden und einen aufgefüllten Tank stehe ich jetzt am Supermarkt in Stykkisholmur. Und der hat noch zu…

Irgendwie muss ich nun noch die halbe Stunde herumgekommen. Also schnell nachgeschaut – der Hafen schaut super aus. Und schon bin ich auf dem Weg und laufe hier ein bisschen herum.

Der Felsen gegenüber den Anlegern ist aus den Selben Steinen wie der Giants Causeway in Irland. Wahnsinn. Und ich kann hinauf steigen und sowohl den Ausblick als auch den Leuchtturm bestaunen. Dann geht’s auch schon wieder zurück, denn ich muss noch weiter.

Nachdem ich noch ein paar Kekse gekauft habe und ein bisschen was für unterwegs geht die Tour weiter.

Schafe und ein ganz besonders großes

Mein erster Punkt heute sind die Sheep’s Waterfalls. Der Name kommt daher, dass hinter dem Wasserfall Platz zum durchlaufen ist und sich dort die Schafe gern aufhalten.

Allerdings gibt es hier noch ein größeres Schaf. So einen richtigen Idioten. Der klettert doch glatt bis hin und die Schafe fangen an davon zu laufen… Da das weder mir noch den anderen begeisterten Touris gefällt pfeife ich lauf und gebe dem Trottel zu verstehen, dass er sich da gefälligst vom Acker machen soll.

Und das beste daran ist, dass er sogar auf mich hört und direkt zurück kommt und schnell in Richtung seines Reisebusses verschwindet 😀

Ein einsamer Wasserfall

Ich fahre weiter, Eigentlich habe ich einen Wasserfall als Ziel gehabt, der recht bekannt ist. Aber schon im vorbeifahren sehe ich: hier sind mir zu viele Touris. Also fahre ich etwas weiter und sehe einen anderen Wasserfall, der riesengroß ist. Der Grundarfoss Wasserfall.

Hier ist fast niemand. Also wandere ich bis zum Fuß des Wasserfalls und genieße die Stille und das Rauschen des Wassers.

Nun aber weiter. Noch schnell bei dem nächsten Wasserfall anhalten, dem Kirkjufellsfoss und einen Blick auf den Kirkjufell Mountain werfen und schon fängt es wieder das regnen an. Also nichts wie weg 🙂

Geschafft, angekommen im Nationalpark

Auf meinem Weg zum Nationalpark halte ich noch bei einem weiteren Wasserfall un in einer kleinen Stadt an. Der Wasserfall ist bei Google nicht gekennzeichnet, aber dennoch sehr schön. Und absolut niemand hier 🙂

In der Stadt gibt es ein paar Streetarts. Die sind auch echt schön gemacht. Aber ich muss sie mir aus dem Auto heraus ansehen, denn es regnet immer noch. Also fahre ich lieber mal weiter, denn so sehr lange brauch ich mich hier auch nicht aufhalten.

Im Nationalpark angekommen – er kostet keinen Eintritt oder sowas – ist der erste Stop am Well of the Irish geplant. Ein in den Boden gegrabenes Loch, das angeblich die Iren damals geschaffen haben um hier etwas zu lagern oder so. Und da das Wetter langsam besser wird kann ich ein wenig umher schauen.

Dann fahre ich weiter und werde von einem großen Parkplatz angelockt. Ein alter und kleiner erloschener Vulkan – der Saxhóll Crater. Den hatte ich nicht auf meinem Plan, das hindert mich aber natürlich nicht daran, diesen Plan zu erweitern 😉

Island - Westisland - Vulkan - Nationalpark

Also wandere ich die vielen Treppen hinauf und habe zum einerseits einen schönen Ausblick und andererseits stehe ich mal wieder auf einem Vulkan ^^. Allerdings nicht mal Ansatzweise ein Vergleich zu dem Mount Batur auf Bali 😀

Eine ewig lange Straße

Auf meiner weiteren Fahrt komme ich auf eine sehr lange gerade Straße. Das Licht ist gerade super, die Berge, der mittlerweile blaue Himmel und ein paar Wolken. Ich muss einfach anhalten und ein Bild machen… oder ein paar mehr 😀

Island - Westisland - Strasse - Nationalpark

Dann sehe ich noch eine Sehenswürdigkeit, die ich nicht auf dem Plan hatte. Die Reste der Grundmauer einer der ersten Höfe hier. Hier lebte die Frau, die als erste in Amerkia ein weißes Kind gebar. Zumindest sagt mir dass das Schild 🙂

Dan geht’s zu eine Viepoint. Dem Lóndrangar Viewpoint. Hier habe ich einen herrlichen Ausblick auf die Steilküste und das Meer. Und hier sehe ich den Trottel von heute Vormittag auch wieder. Als er mich sieht läuft er gleich einen Schritt schneller 😀

Steinerne Brücken – aber nicht gebaut

Dann geht es weiter zu der nächsten Sehenswürdigkeit hier. Der Gatklettur Steinbrücke. Hier gibt es gleich mehrere Unterspülte Steine im Meer, die jetzt eine Art Brücke darstellen. Wahsinn, was für eine Kraft das Wasser hat.

Außerdem sind hier auch einige Teile der Küste unterspült worden und dann innen eingebrochen, sodass eine Brücke zum darüber laufen stehen geblieben ist. Diese brocken Bays oder Stone Bridges gibt’s öfters und es ist nicht die erste die ich gesehen habe, aber ich finde es einfach immer wieder beeindruckend.

So langsam mache ich mich auch auf den Weg weiter die Küste entlang. Ich habe noch ein ganzes stück Weg vor mir und es ist mittlerweile schon früher Nachmittag.

Robben auf einem Felsen – wie im Film

Der Weg führt mich natürlich wieder an einem Wasserfall vorbei. Einige kann ich links liegen lassen, aber nicht alle. Dazu liebe ich Wasserfälle einfach zu sehr. Also halte ich auch hier wieder an.

Aber mein eigentliches Ziel ist Ytri Tunga – der Robbenstrand. Wie ich gelesen habe liegen hier teilweise echt viele Robben. Allerdings zu einer anderen Jahreszeit. Aber probieren kann ich es ja mal.

Am Parkplatz angekommen bin ich schon mal positiv überrascht. Es sind fast keine Autos da. Also auch kaum Leute. Und das wiederum bedeutet Ruhe. Aber vielleicht bedeutet es auch, dass keiner Robben da sind. Mal sehen…

Und wie ich so zum Strand laufe höre ich etwas. Ein schreien, eher noch ein Brüllen. Aber ich sehe nichts… Also erstmal das Objektiv wechseln und bist ans Wasser gehen. Im Meer ragen überall flache Steine aus dem Wasser und da ist es wieder, dieses Brüllen. Ich schaue durch die Kamera und suche Stein für Stein ab und tatsächlich. Ganz weit draußen liegen zwei Seehunde auf einem Stein. Wie im Film.

Ich Bestaune sie, wenn auch nur durch die Kamera mit vollem Zoom. Ein fantastischer Moment, das wollte ich schon immer mal sehen 🙂

Eine gute halbe Stunde bewundere ich sie und genieße nebenher das Rauschen des Meeres. Dann muss ich mich auf zum letzten Punkt für heute machen. Was ein Glück dass das Wetter doch noch so gut geworden ist 😀

Heiß, heißer, natürliche Quellen

Das ist der letzte Punkt für heute. Die sogenannten Landbrotalaug Secret Hot Springs. Wobei Secret hier alles andere als passend ist. Hier tummeln sich schon einige Leute herum. Insgesamt 7 Autos sind gerade da, wenigstens schon einige am gehen.

Ich finde hier zwei Quellen, eine die in drei kleine flache Becken fließt und einen kleinen Pool für 2 Personen, maximal drei. An dem laufe ich natürlich zuerst vorbei. Aber wie es so ist, da ist schon jemand drin. Genauer gesagt ein Pärchen. Und das hat sich etwas erwischt gefühlt als ich so vorbei laufe 😀

Das bedeutet, ich gehe in eines der größeren Becken. Und wie ich mich gerade so umziehe gehen die letzten 4 Leute auch gerade. Super 🙂

Island - Westisland - Quellen - Landbrotalaug

Nach einer Minute im Wasser kommt ein anderes Pärchen. Ich komme mit ihnen ins Gespräch und quatsche ein bisschen. Die beiden sind aus Hannover und haben ihren Urlaub kurzfristig gebucht. Gerade mal zwei Wochen zuvor erzählen sie mir. Da es ihnen aber zu stressig gewesen wäre alles selbst herauszusuchen haben sie eine Rundreise mit Mietwagen über TUI gebucht… OMG, ich trau mich nicht mal zu fragen was das gekostet hat…

Als ich ihnen erzähle, das ich meinen Flug nur wenige Tage zuvor gebucht habe und wie „wenig“ er gekostet hat schauen mich beide extrem verdutzt an. Und vielleicht sogar etwas verärgert über ihren bestimmt viel zu hohen Preis. Nach weiteren 10 Minuten erzählen über dies und das gehen wir aus dem Wasser und ziehen uns um. Die beiden werde ich bestimmt nochmal sehen, denn sie fahren ja auch rund um die Insel 🙂

Bevor ich mich wieder auf den Weg mache google ich noch schnell, was so eine gebuchte Reise kostet und mich hauts fast aus den Schuhen. In der Nebensaison (September bis April) mindestens 1700€ mit Flug, Mietwagen und Unterkünften. In der Hauptsaison sogar bist zu 2700€… Ok, das ist übel. Ich komme vielleicht auf grob überschlagen 1300€ mit Benzin und allem Drum und Dran.

Naja, ich mach mich mal lieber auf den Weg, denn es wird dunkel. Und Außerdem möchte ich vor meinen Mitbewohnern die noch Duschen, denn die brauchen echt ewig im Bad. Allein gestern Abend waren die eineinhalb Stunden im Bad…

Neue Mitbewohner

Als ich dann bei der Unterkunft wieder angekommen bin sind die beiden von gestern nicht mehr da. Dafür sind neue Mitbewohner da. Gesprächige Franzosen – 2 Pärchen. Nur ignorieren sie mich und reden nur miteinander.

Na was soll’s, dann gehe ich mal noch schnell duschen bevor die das Bad blockieren und mach mir noch Spaghetti zum Abendessen. Das wird vermutlich mein Leibgericht werden hier in Island.

Morgen muss ich wieder zeitig los, vielleicht komme ich dann mit denen nicht in die quere. Und die 330 Kilometer und das viele laufen machen sich jetzt auch bemerkbar 🙂

Und ich muss noch schnell die restlichen Unterkünfte schauen, welche in Frage kommen. Das darf ich nicht verkennen, sonst steh ich in zwei Tagen ohne Bett da 😅

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Island • Der Westen der Insel – Reisebericht 2019
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