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Ab in den Norden, immer der Küste entlang. Hier erwarten euch wunderschöne Canyons, Atemberaubende Wasserfälle und einige Möglichkeiten, Wale zu beobachten.

Zum Norden der Insel gehören die folgenden Gebiete:

  • Nordurland Vestra (Nordwest)
  • Nordurland Eystra (Nordost)
Island - Norden der Insel - Markierung - Regionen

Wie viel Zeit braucht ihr hier?

Ich war hier zusammengenommen gute zwei Tage unterwegs. Viel zu wenig für alles das, was es zu entdecken gibt. Ich würde eher 4 Tage einplanen, wenn nicht noch ein bisschen mehr. Dann muss man nicht so viele Kilometer pro Tag zurück legen und könnt euch etwas mehr Zeit lassen als ich.

Die Straßenverhältnisse

Naja, die sind hier durchwachsen. Von schönen geteerten Straßen über Holperpisten, die zwar nicht als F-Road gekennzeichnet sind aber es besser sein sollten ist alles dabei 😅.

Auf einer Strecke hier habe ich tatsächlich den kleinen Hyundai an seine Grenzen gebracht, einfach weil die normale Schotterstraße mehr aus Schlaglöchern bestand als aus Straße.

Was gibts alles zu sehen und zu entdecken?

In erster Linie natürlich wieder Wasserfälle 😍.

Aber es gibt auch schöne Küsten, Museen und heiße Quellen zu besuchen. Und vor allem ist der Norden das beste Gebiet für Walbeobachtung. Hier findet ihr definitiv gute Touren (informiert euch vorher am besten über die Bewertungen).

Und nun kommt sie wieder, die lange Liste an Sehenswürdigkeiten 😅. Angefangen im Nordwesten, da mein Roadtrip im Uhrzeigersinn um die Insel ging.

Byggðasafn Húnvetninga & Strandamanna – Volksmuseum

Hier erwartet euch ein Geschichtsmuseum. Ok, jetzt nichts so wirklich spektakuläres. Hier gibt es viele Infos über das Leben damals, wie sie gearbeitet haben, welche Maschinen sie verwendet haben und so weiter. Den ein oder anderen wird das sicherlich interessieren 😉.

Was ihr euch hier aber mal ganz genau anschauen könnt – wenn ihr das unterwegs noch nicht getan habt – ist einer dieser überall herumstehenden Steinhaufen. Wenn ihr bis hier her gefahren seid sind euch die mit Sicherheit schon an so einige Stellen aufgefallen. Mal sind sie rund, mal eckig gebaut. Sie stehen auf Bergen, entlang von Wegen und sonstwo herum.

Diese Häufen waren in den Zeiten, als es noch keine genauen Karten gab und vor allem keine Straßen und konkreten Wege Orientierungspunkte für die Reisenden auf Island. So konnten sie sicher gehen, dass sie noch auf dem Richtigen Weg sind. Dabei sind die Abstände so gewählt gewesen, dass man vom aktuellen Standpunkt aus den nächsten aufgebauten Steinhaufen sieht um nicht vom Weg abzukommen. Gerade in den leicht hügeligen Hochland sind diese dadurch dann teilweise alle paar hundert Meter zu finden.

Kolugljúfur Canyon – Kolufossar – Kolas Wasserfälle

Und da haben wir ihn auch schon, den ersten Wasserfall in einer atemberaubenden Schlucht. Hier her führt ein halbwegs ordentlicher Schotterweg und es gibt zwei Parkplätze. Einen auf jeder Seite der Schlucht.

Das Wasser fällt hier über verschiedene Stufen hinab, die aussehen wir Treppen. Benannt ist der Wasserfall nach dem Trollweib Kola, das in nordisländischen Sagen erwähnt wird. Welche das genau sind weiß ich leider nicht 😅

Hvítserkur – Basaltfelsen

Hier findet ihr am dunklen Sandstrand einen Felsen aus Basalt im Wasser, der an zwei Stellen unterspült ist. Er ist ungefähr 15 Meter hoch und Nistplatz einiger Vogelarten. Übersetzt bedeutet Hvítserkur soviel wie weißer Kittel, da er von den Vogelexkrementen weiß aussieht.

Natürlich gibt es auch hier eine Sage zum Felsen 😉. Dieser Sage nach hat ein Troll ein Kloster in der Nähe mit Steinen beworfen. Als dann die Sonne aufging und auf ihn schien ist er versteinert.

Kattarauga – Katzenauge

Was einen hier wohl erwartet – das war auch meine erste Frage. Aber wie sich herausstellte, ist hier ein natürlich entstandener Pool (nicht zum Baden) mit glasklarem Wasser gefüllt. Der Pool hat einen Durchmesser von vielleicht 10 Metern.

Inmitten des klarem Wassers schwimmen zwei kleine Inseln einfach so frei herum. Die Bewegung der Inseln kommt zum einen aufgrund des Windes, zum anderen da immer frisches Wasser durch diesen Pool fließt.

Der Pool ist rund 3 Meter Tief und am Grund sieht man bei passendem Lichteinfall einen Stein reflektieren, der wie ein Katzenauge aussieht. Daher auch der Name.

Island - Der Norden - Kattarauga

Þrístapar

Es gibt wieder etwas historisches zu entdecken, aber kein Dorf. Dieses Mal seid ihr an einem Hinrichtungsplatz in Island gelandet, der zuletzt 1830 als solcher auch genutzt wurde.

Wenn ihr hier vorbei fahrt, fällt euch vermutlich gar nichts weiter auf. Auf der Karte ist der Punkt verzeichnet und ein kleines Schild weißt darauf hin, das war es dann aber leider auch schon. Ein Grund, wieso ich nicht hier war 🙈. Ich habs einfach nicht gefunden 😂.

Allerdings ist dieser Platz allgemein wenig frequentiert, denn man sieht nur drei Hügel in der Landschaft und einen Zaun mit einem Tor darin.

Wenn euch das interessiert, dann haltet die Augen auf. Nicht das es euch so geht wie mir 😉.

Brautarhvammur

Hier seid ihr mal wieder in einer Stadt, nämlich in Blönduós. Es fließt ein Fluss durch diese Stadt und wenn ihr zu dem Punkt auf der Karte fahrt, dann kommt ihr an eine von diesem Fluss umschlossene Insel. Man kommt auch auf die Insel drauf, aber den Weg bzw. die Brücke dahin habe ich nicht gefunden. Mal wieder der Zeitmangel 🙈.

Wenn ihr aber mehr Zeit habt, dann schaut euch auch ein bisschen um, vielleicht findet ihr ja die Brücke 😉.

Island - Der Norden - Brautarhvammur

Ich bin übrigens vom Campingplatz aus auf die Suche gegangen.

Vatnshlidharvatn

Ihr kommt automatisch hier vorbei, wenn ihr die Ringstraße entlang fahrt. An sich ist es nur ein großer See, der aber in den Abendstunden mit wunderschönen Sonnenuntergängen aufwarten soll.

Wie ihr euch schon denken könnt: ich war Tagsüber da und hab da natürlich keinen Sonnenuntergang gehabt 😅. Aber da ihr sowieso hier entlang kommen werdet, lohnt es sich auf jeden Fall mal anzuhalten.

Grettislaug – heiße Quelle

Endlich mal wieder eine heiße Quelle, aber diese hier ist schon ein ganzes Stück den Fjord hinauf. Für mich zumindest war es zeitlich nicht machbar.

Aber wenn ihr mit mehr Zeit den Norden erkundet, dann könnt ihr euch hier bestimmt mal schön entspannen und den Stress der doch recht vielen Kilometer mal wieder von euch abfallen lassen.

Es führt hier eine Stichstraße – also eine Sackgasse – her und die Quelle liegt direkt am Ende der Straße. Euch erwartet ein größerer, mit Natursteinen eingefasster Pool der Platz für mehrere Leute bietet und ein etwas kleinerer, ebenfalls mit Natursteinen eingefasster Pool. letzterer soll der heißere sein. Und zur Abkühlung könnt ihr euch dann entweder mit einem Schlauch abspritzen oder direkt ins Polarmeer gehen 😉. Auch die Umkleiden müssten rustikal sein, soweit ich das gelesen hatte.

Allerdings kostet diese Quelle Eintritt, 1000 Kronen (knapp 6,50 €), da die Anlage von einem älteren einheimischen Herrn gepflegt wird.

Hólakotsdalurfoss

Auf dem Weg zur Grettislaug kommt ihr den Fjord entlang auch noch an einem schönen Wasserfall vorbei. Dieser ist mehrstufig und auch mehrere Meter hoch.

Anhalten wird sich sicherlich lohnen, da es hier her eigentlich nur die Touristen verschlägt, die zur Grettislaug fahren.

Black Beach

Wie der Name schon sagt, erwartet euch ein schwarzer Strand in der Stadt Sauðárkrókur. Das ist zwar nicht der einzige schwarze Strand in Island, aber auf meiner Route war es der erste.

Island - Der Norden - Black Beach
Island - Der Norden - Black Beach

Hier kann ich euch auch nicht wirklich mehr dazu beschreiben als dass es dunkler Sand ist 😅

Reykjafoss und Fosslaug

Es begrüßt euch neben einem wirklich wunderschönen Wasserfall auch noch eine heiße Quelle hier. Zuerst einmal aber zum Wasserfall.

Der Wasserfall ist rund 20 Meter hoch und fällt über mehrere Stufen hinab. Ein Traumhaftes Bild. Übrigens habe ich auf der Suche nach dem Parkplatz zum Wasserfall auch gleich noch etliche Islandpferde getroffen 😅.

Nun aber zu der Quelle. vermutlich interessiert die den ein oder anderen von euch mehr als der Wasserfall. Die Quelle liegt ein paar Meter weiter Flussaufwärts. Ein eingefasster natürlicher Pool direkt neben dem Flusslauf wartet auf euch. Warmes Wasser und das Rauschen vom Wasserfall im Hintergrund. Entspannung pur, wenn nicht so viele Touristen hier wären.

Glaumbær Farm & Museum

Habt ihr bisher noch keine Möglichkeit gehabt, euch über das historische Leben in Island zu informieren? Dann könnt ihr vielleicht hier mal anhalten und euch die alten Häuser und Höfe anschauen. Wie lebte man damals und wie arbeitete man damals? Hier bekommt ihr einen Einblick in die Vergangenheit.

Das umherlaufen auf dem Gelände selbst ist kostenfrei, wenn ihr in das Museum wollt kostet es aber Eintritt.

Nýji Bær

Und wenn ihr die Gebäude der Glaumbær Fram nicht gesehen habt, dann könnt ihr euch hier in der Stadt Hólar nochmal so ein Gebäude anschauen. Und das sogar kostenlos und von innen.

Ich war tatsächlich eher durch den Zufall darauf gestoßen, da ich in diesem Örtchen bzw. in direkter Nähe mein Homestay hatte.

Útsýnispallur

Entlang der Road 76 kommt ihr hier vorbei. Ein perfekter Punkt für Bilder und zum Genießen der Aussicht. Außerdem ist der Sonnenuntergang hier oben der Wahnsinn.

Auf dem Weg hier her und die Straße weiter nach Akureyri kommt ihr noch an so einigen Wasserfällen vorbei. Diese lohnen sich natürlich bei dieser Tour entlang der Fjorde.

Ihr ahnt es sicherlich schon, ich habe diese Tour auslassen müssen. Also wenn ihr hierfür spezielle Tipps habt, dann schreibt es in die Kommentare. Bei meinem nächsten Trip schaue ich mir das dann an 😉.

Laufás

Ein absolutes Highlight auf meinem Roadtrip hatte ich hier bei dem kleinen Örtchen Laufás. Und zwar bin ich hier zu einer Walbeobachtungstour gestartet.

Nach einigem hin und her bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass das Unternehmen Whale Watching Hjalteyri, das von hier aus startet, wohl eines der besten in der Umgebung sein soll. Zum einen startet die Tour deutlich weiter im Fjord, weswegen man von der Zeit auf See mehr hat und zum anderen waren die Bewertungen echt gut.

Man bekommt einen passenden Schutzanzug gegen Nässe und Kälte, es wird nicht zu nah zu den Walen hin gefahren und es gibt zum aufwärmen eine heiße Schokolade 😉

Hier kommt ihr zum Anbieter und könnt eure Tour buchen: Whale Watching Hjalteyri

Botanischer Garten Akureyri

An sich ist Akureyri ein schönes Städtchen, vor allem kann man hier gleich mal wieder einkaufen. Aber hier gibt es auch einen Botanischen Garten mit so allerlei Pflanzenvielfalt, die ich hier nicht erwartet hätte. Schaut mal rein, es ist eine schöne Anlage die gut gepflegt wird und viel zu bieten hat.

Wasserfall ohne Namen

Weiter entlang der Ringstraße, kurz nach Akureyri, kommt ihr an einem kleinen Wasserfall vorbei, der leider nicht genauer beschrieben ist. Die Besonderheit: er fällt direkt ins Meer. Fotos davon sind aber von er anderen Seite des Fjordes aus deutlich einfacher und angenehmer 😉

Æðarfossar – Eiderentenwasserfälle

Ein ganzes Stück von der Route 1 entfernt Richtung Küste findet ihr den Eiderentenwasserfall. Der Name scheint daher zu kommen, dass hier in der Nähe die Edierenden ihre Nester bauen und brüten. Und genau diese Eiderdaunen werden zum Teil eingesammelt und zu Decken und Kissen verarbeitet. Der Hof, auf dem das passiert, ist auch in der Nähe.

Der Wasserfall ist gute 3 Meter hoch und hat mehrere Läufe. Von hier aus sind es auch nur noch 2 Kilometer bis das Wasser ins Meer fließt.

Island - Der Norden - Eiderentenwasserfall

Ich kam eigentlich auch nur durch Zufall hier vorbei, da ich über die Route 85 zum Dettifoss wollte. Und da kann ich doch so einen schönen Wasserfall nicht auslassen 😉

Ásbyrgi Canyon – Vatnajökull National Park

Der Ásbyrgi Canyon ist eine schöne hufeisenförmige Schlucht, in der man ein ganzes Stück wandern kann. Mich hat es hier her verschlagen, da hier bei maps ein Punkt markiert ist, der gar nicht hier ist. Nicht mal in der Nähe. Aber ich bin froh, dennoch hier gewesen zu sein.

Der Canyon wurde vor einigen tausend Jahren geformt durch das Schmelzwasser eines Gletschers. Dabei ist so viel Wasser Richtung Meer geströmt, dass in kurzer Zeit das weiche Gestein weggespült wurde. So entstanden die teils 90 Meter hohen Felswände.

Im Zentrum des Canyons findet ihr einen kleinen See, an dem ihr euch etwas niederlassen könnt.

Wie in Island typisch, gibt es auch hier eine andere Geschichte zur Entstehung. Odin, der Hauptgott der nordischen Mythologie, ritt mit seinem achtbeinigem Pferd hier entlang und dieses hat seine Hufe hier in das Land geschlagen.

Dann gibt es noch die isländische Sage in der es heißt, das hier die Hauptstadt der Elfen ist und diese in den Wänden der Schlucht wohnen. Unterstrichen wird das von der für Island untypischen Vegetation hier mit Fichten und Birken.

Am Anfang der Schlucht gibt es ein Besucherzentrum, in dem ihr euch näher über den Canyon und die Umgebung informieren könnt. Außerdem habt ihr hier auch die Möglichkeit zu Campen 😉

Heimskautsgerdid – The Arctic Henge

Mal eine Sehenswürdigkeit der Neuzeit – das größte Freiluftkunstwerk Islands. Erst 2016 fertiggestellt soll es mehr Touristen in den kleinen Ort Raufarhöfn bringen. Ob das hilft weiß ich nicht, aber ihr könnt hier neben den Steintoren aus Basalt auch jede Menge Vögel beobachten und zur Richtigen Zeit auch die Mitternachtssonne erleben.

Ich bin nicht extra hier her gefahren, weil ich zeitlich sonst in Schwierigkeiten gekommen wäre 🙈. Aber ich hätte mir, wenn ich denn die Zeit gehabt hätte, hier eine Unterkunft genommen und wäre dann am nächsten Tag von hier gestartet 😉.

Dettifoss und Selfoss

Entlang der Road 864, die die Road 1 mit der 85 verbindet, findet ihr zwei Wasserfälle. Zum einen den Dettifoss und zum anderen den Selfoss. Aber gleich vorweg: dieser Schottere hat eigentlich schon das Kürzel F an einigen Stellen verdient. Mein kleiner Hyundai i10 war hier definitiv das falsche Gefährt 😂. Ich habe noch nie so lange gebraucht, um rund 50 Kilometer zu fahren.

Zum Dettifoss kommt ihr auch über die Route 862, die sogar asphaltiert ist. Das habe ich aber erst im Nachhinein erfahren 😅.

Der Selfoss ist der erste der beiden Wasserfälle und etwa 10 Meter hoch. Einen kilometer weiter stromabwärts kommt dann der Dettifoss, bei dem das Wasser über rund 100 Meter breite mehr als 40 Meter in die Tiefe stürzt.

Ich kann euch gar nicht beschreiben, wie wahnsinnig schön der Dettifoss ist. Wenn der Wind die Gischt des Wassers dann als Nebel das Tal noch einige hundert Meter weiter trägt… atemberaubend 😍

Den Selfoss habe ich ausgelassen, da ich viel mehr Zeit für die Strecke gebraucht habe als gedacht 😅

Rund um den Myvatn See

Ein wunderschöner Ort hier. Die kleine Stadt Reykjahlíð liegt direkt an dem See und ist eine der wenigen Städte in Island, die nicht unmittelbar an der Küste liegen. Hier findet ihr Unterkünfte, etwas zum einkaufen und Campingplätze. In der Umgebung gibt es auch einiges zu entdecken, sodass sich Reykjahlíð perfekt als Ausflugsbasis für die Umgebung eignet.

Der See Myvatn, an dem die Stadt liegt, ist mit rund 37 Quadratkilometern der viertgrößte See Islands. Hier rund herum gibt es ein paar Punkte, die ich abgefahren bin bevor ich meinen Roadtrip weiter in Richtung Osten fortgesetzt habe.

Island - Der Norden - Myvatn

Skútustaðagígar

Krater – es sieht aus als wären hier mehrere Vulkankrater. Aber das sind gar keine Vulkankrater. Aber sie sind durch einen Vulkanausbruch vor rund 2500 Jahren entstanden. Als die heiße Lava über das Land floss, erhitzte sich das Wasser im nassen Boden schlagartig und explodierte. Dabei hat es die Lava weggeschleudert und die Krater sind entstanden.

Lake Myvatn Panoramic Point

Wenn ihr von den Kratern aus Richtung Hofdi fahrt kommt ihr an einem Parkplatz vorbei, von dem aus ihr einen wunderschönen Überblick über Teile des Sees habt mit Bergen im Hintergrund – schönes Wetter natürlich vorausgesetzt.

Island - Der Norden - Myvatn

Eine traumhaft unwirkliche Kulisse ist das hier mit den Lavafelsen, dem See, den Kratern und den Bergen im Hintergrund.

Hofdi

Überbleibsel aus Lava, die als Säulen aus dem Wasser ragen. Das ist Hofdi. Vom Parkplatz aus braucht ihr ungefähr 30 Minuten bis hier her. Aber es lohnt sich, der Ausblick und die Säulen sind klasse.

Stóragjá – heiße Quelle

Direkt in dem Örtchen Reykjahlíð gibt es nahe der Kreuzung Route 1 und 848 eine Höhlenquelle zum Baden. Und ja, ich habs natürlich nicht gewusst als ich dort war 😅

Es gibt hier ein Männer- und ein Frauenbecken und man gelangt über eine Leiter bzw. ein Seil ins Becken. Wie ich gelesen habe, muss die Wasserqualität aber nicht so optimal sein, da es kaum Wasseraustausch gibt. Dafür ist das Wasser aber mit 30 Grad angenehm warm.

Grjótagjá – heiße Quellgrotte

Für einige Jahrzehnte war diese heiße Quelle zum Baden sehr beliebt. Allerdings hat die geothermische Aktivität in den 1980ern derart zugenommen, dass die Wassertemperatur bei über 60 Grad lag. Mittlerweile ist diese zwar auf rund 45 Grad gesunken, aber zum Baden ist es dennoch zu heiß. Außerdem gilt die Höhle als einsturzgefährdet, daher ist das Betreten komplett auf eigene Gefahr.

Blue Lake

Ok, ob das jetzt wirklich so eine Sehenswürdigkeit ist, müsst ihr anhand der Bilder selbst entscheiden, denn eigentlich ist der See nur der Ablauf einer geothermalen Kraftwerks 😅

Aber ich fand die Farbe in Verbindung mit dem Sonnenuntergang einfach nur genial.

Vorsicht ist hier geboten, denn das Wasser ist wirklich verdammt heiß. Ich habs probiert mit der Hand 😉

Námafjall Hverir – Schlammquellen

Nein, auch hier könnt ihr nicht baden gehen. Außer ihr wollt bei 80 bis 100 Grad gegart oder gekocht werden.

Námafjall liegt in einem Hochtemperaturgebiet mit hohen geothermalen Aktivitäten. Auch ist die Erdkruste hier sehr dünn, sodass man extra darauf hingewiesen wird, nur auf den Wegen zu laufen. Andernfalls könnte man einbrachen und naja… gegart oder gekocht werden 🙈

Ihr findet hier Sowohl Schlammquellen, wo das kochend heiße Wasser hervor blubbert als auch Dampfquellen, wo das überhitzte Wasser als Dampf nur so heraus pfeift. Und das riecht echt nach faulen Eiern 😅

Ich fand es hier besonders beeindruckend zu sehen, wie viel Gewalt in der Erde steckt auf der man läuft. Zu wissen, dass zwei Schritte weiter links die Erde einfach nachgeben könnte ist aufregend und beängstigend zugleich.

Island - Der Norden - Námafjall

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